An Bord eines Raumschiffes sorgt ein Experiment für einen handfesten Zwist, bei dessen Ende eine Kapsel auf die Erde fällt. Darin befindet sich, wie ein Teenagerpärchen erfahren muss, ein gar nicht gutartiger Zeitgenosse und der romantische Abend der beiden endet in einem Blutbad. Ganze 27 Jahre später stolpern zwei Schüler in ein Labor, wo eben jener Alien im Kälteschlaf aufbewahrt wird, und erwecken ihn mehr paddelig als beabsichtigt für die Aufnahmeprüfung einer Studentenverbindung zum Leben. Das erneute Blutbad ist vorprogrammiert und der Alienzombie sprengt die Partynacht mit einer Menge Appetit auf Gehirn... Was Fred Dekker hiermit abliefert kann schon fast als eine der kultigen Horrorkomödien im typischen 80er Gewand bezeichnet werden, die sich neben zahlreichen Spezialeffekten durch den amüsanten Humor auszeichnet, der die absonderliche Story durchzieht. Statt unfreiwillig in trashige Gefilde abzugleiten ist "Die Nacht Der Creeps" eine gelungene Hommage an genau jene Sci-Fi-Monster-Trasher aus den 50ern, in denen der Film zuerst auch spielt, und verbindet phantastische Elemente mit augenzwinkerndem Blick auf die Teenagerhorrorfilme der Zeit. In seinem ersten und wohl besten Film verbindet Dekker die Situationskomik der wandelnden Untoten mit Wortwitz, der sich auch in den Rollennamen widerspiegelt. Da wären Romero, Hooper, Cronenberg, Cameron, Landis und Raimi, während sich die Schüler mithilfe der Polizei (herrlich trocken: Tom Atkins) gegen die aggressiven Invasoren zur Wehr setzen. Die sind nicht einfache Zombies, sondern gefüllt mit Nacktschnecken on Speed, die schon ein wenig eklig sind und für so manch geplatzten Kopf sorgen. Davon und von Abfackelungen gibt es genug, nie legt es die SFX-Crew jedoch auf üblen Splatter an, sondern wirkt auch mit Zombiekatze liebenswert dem Genre verpflichtet. Die Rahmenhandlung um den unscheinbaren Helden muss vorhersehbar mit der Schulschönheit belohnt werden, da macht das Drehbuch keinen Hehl draus, sondern empfiehlt sich selbstbewusst mit einigen Plattitüden, die selbstironisch eingestreut werden. Selten sind solche Horrorkomödien wirklich originell wie diese, womit dieser B-Streifen ohne Längen durch die Zielgerade geht. Der Rasenmäher kommt hier übrigens schon vor "Braindead" zum Einsatz, bei weitem nicht so blutig, doch die Idee zählt.
Fazit: Coole Zombiekomödie und richtiger B-Goodie aus den 80ern. 6/10 Punkten