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Es handelt sich bei "Die Nacht der Creeps" zweifellos um einen Kultfilm, der eine Hommage an die Science Fiction-Filme der 50er Jahre darstellt und zugleich voller Anspielungen auf die Horrorfilme der späten 70er und frühen 80er Jahre ist. Wer die intertextuellen Bezüge nicht versteht, den Humor dieser 80er Jahre-Produktion nicht mag, der wird den Film für Trash halten, aber nicht merken, daß dieser Film gar nichts anderes als ein B-Film sein will. Was Trash ist, müßte erst definiert werden.
"Die Nacht der Creeps" wartet mit allen Elementen eines guten B-Films auf: eine krude Geschichte, Humor, Selbstironie, Running Gags, Insider, keine Längen, gute Darsteller, keine verlogene Überheblichkeit.
Schnell fällt auf, daß alle Personen die Namen der damals wichtigsten Horrorregisseure tragen: Romero, Carpenter, Hooper, Cameron, Cronenberg, Landis und Raimi. Natürlich muß der stets großartige Tom Atkins den Detective spielen und nimmt sich nur selbst auf den Arm. Die Synchronisation des ebenso großartigen Erik Schumann ist sehr gut. Atkins ist der eigentliche Hauptdarsteller. Jason Lively ist absolut blaß und kann nicht überzeugen. Steve Marshall und Tom Atkins spielen ihn an die Wand, schade nur, daß Marshall zu früh stirbt.
Die Verneigung vor Roger Corman erfolgt, indem der unvergleichliche Dick Miller einen kurzen Auftritt hat - natürlich als Walter Paisley. Die Oma guckt im Fernsehen natürlich "Plan 9 from Outer Space" von Edward D. Wood.
Da der Film eben auch auf die harten Horrorfilme anspielt, enthält er einige Splatterszenen, die wie andere Spezialeffekte ordentlich sind - aber auch nicht mehr. Eigentlich ist diese Mischung aus Splatter, unsinniger Science Fiction und Teenagerkomödie ganz unpassend. Der rote Faden besteht aber in den durchgehenden Anspielungen, und der Charme besteht in der Leichtigkeit und der fehlenden Ernsthaftigkeit.
Dieser Film will unterhalten und das gelingt ihm auch. Er huldigt dem B-Film-Kult und ist dabei selbst zum Kultfilm geworden

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