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Mit Die Nacht der Creeps kommt auf den Betrachter ein astreines Produkt der 80er-Jahre zu. Hier heißt es zurücklehnen und das
entsprechende Feeling genießen.
Regisseur Fred Dekker, der auch schon mit Monster Busters ein mit 80er-Jahre-Feeling gespicktes Filmprojekt ablieferte, drehte hier einen recht innovativen, da mit zahlreichen Querverweisen auf andere Filme ausgestatteten Film. Ob man in einer Szene mit Filmsequenzen aus Plan 9 from Outer Space konfrontiert wird, oder erkennt, dass einige Personen hier Nachnamen von bekannten Horror-Regisseuren tragen, einiges erinnert an andere Filme.
Zu Die Nacht der Creeps selbst: Die Story dürfte soweit bekannt sein, der Prolog wird in schwarz-weiß gehalten, da er in den 50er-Jahren spielt. Anschließend dreht sich die Geschichte um ein Studentengelände, wo sich zwei Loser bemühen, Frauen aufzureißen und sich anschließend der außerirdischen Bedrohung gegenüber stehen. Diese fällt in Form von Parasitenwürmern aus dem Weltall aus, die sich in der Kleinstadt ausbreiten und die Bewohner zu Zombies mutieren lassen.
Die Ankunft der außerirdischen Materie erinnert schon sehr an die aus Der Blob. Viele Kritiken lassen einen recht hohen Splattergehalt vermuten, dem ist aber definitiv nicht so! Blutige Effekte gibt es kaum und auf Großaufnahmen wird auch verzichtet. Beim Showdown darf der Bodycount dann zwar verhältnismäßig etwas in die Höhe schnellen, aber auch
hier wird relativ splatterarm getötet. Dies stellt nicht unbedingt einen Minuspunkt dar, jedoch sollte man sich in dieser Hinsicht entsprechend auf den Film einstellen, um einer Enttäuschung vorzubeugen.

Mit einer tollen 80er-Jahre-Atmosphäre, einfallsreichen Ideen und markigen Sprüchen (insbesondere vom ermittelnden Detective, gespielt von Tom Atkins) wird jedensfalls nicht gespart und dahingehend wird man gerade als Fan des Horror-Genres nicht enttäuscht werden. Insbesondere dann, wenn man die Anspielungen auf andere Filme oder Regisseure erkennt. 9/10

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