Review
von Leimbacher-Mario
Die Nacht des lebenden B-Movies
"Night of the Creeps" kann man wohl am besten als Mischung aus "Return of the Living Dead" und "Animal House" beschreiben - es gibt Zombies, schneckenartige Alien-Parasiten (Cronenberg lässt grüßen), knackige Brüste, liebenswerte Nerds und Cops mit nie ausgehenden Einzeilern. 80er-Trash-Herz, was willst du mehr? Die schleimig-sympathische Zombiekomödie stand eindeutig Vorbild für weitaus berühmtere, neuere Werke ala "Slither", "faculty" oder "Shaun of the Dead" und hat ihren kleinen Kultstatus ohne ZWeifel verdient. Eine dieser Perlen die man einlegt, wenn man einfach mal den Kopf frei kriegen will, nach einer harten Arbeitswoche oder einem stressigen Tag. Null Anspruch, viel Spaß.
"Night of the Creeps" ist keine direkte Parodie und nie echter Horror, auch keine reine Zombiekomödie. Viel mehr macht hier der Mix die Mischung und den zeitlosen Unterhaltungswert. Von Aliens die aussehen wie deformierte Riesenbabies über einen Drive-In-Slasher im 50s-Style bis zur College-Gaudi mit ekligen Killerschnecken und hohlen Zombiehorden aus ehemaligen Verbindungshohlköpfen - "Night of the Creeps" ist abwechslungsreich, kennt seine Vorbilder (ohne sie einem anzubiedern) und will nicht mehr sein, als er letztendlich ist: ein Mordsspaß! Analyse aus, Fun an.
Fazit: naiv, unreif, enorm spaßig und völlig 80er - "Night of the Creeps" ist ein B-Movie, das kreucht und fleucht, fast alles richtig macht und jede noch so harte Arbeitswoche flach und schön ausklingen lässt. Nicht nachdenken, nur genießen. Heutzutage würden Produzenten ihr letztes Hemd geben, um nochmal diese unterhaltsame, dumm-kindliche Magie in einer Horrorkomödie zu entfachen.