Im L.A. des Jahres 2030 sieht das Reglement der "California Grand Lottery" vor, dass der Gewinner, anstatt einfach nur den Jackpot einzufahren, erstmal einen Tag lang von sämtlichen anderen Lotterie-Teilnehmern mit Hieb- und Stichwaffen gejagt werden darf... sollte man überleben, dann winkt die Kohle, anderenfalls bekommt der Mörder das Geld! Die junge Katie Kim, die es just nach Hollywood verschlagen hat, um eine Schauspiel-Karriere zu starten, gewinnt nun den gigantischen Pot von 3,6 Milliarden Dollar und wird dadurch automatisch zur gefragtesten Person der Stadt, den urplötzlich trachtet ihr jeder nach dem Leben. Zum Glück gibt es da den freiberuflichen Bodyguard Noel, der sich für 10% vom Gewinn bereit erklärt, Katie so lange vor der durchgeknallten Meute zu beschützen, bis der Countdown abgelaufen ist und sie ihren Scheck in den Händen halten kann... "Ein Jackpot zum Sterben!" ist "The Purge" in lustig und "Das Millionenspiel" als Comedy... und ob das nun so 'ne gute Idee ist, ist mal eher fraglich, denn das satirische Potenzial des hier präsentierten Menschenjagd-Szenarios (Marke: Sinnlos bis es kracht!) wird nämlich keinesfalls ausgeschöpft, sondern mal ganz schnell lauem Slapstick, dummen Sprüchen und viel hysterischem Gekreische geopfert, wobei ein bisschen überzogene Gewalt am Rande dann auch nur noch als Window-Dressing dient. Nun ja, mit dem Humor ist das ja so 'ne Sache, und ob man die Angelegenheit nun tatsächlich komisch findet, bleibt wohl jedem selbst überlassen... für mich persönlich hatte "Ein Jackpot zum Sterben!" über seine 100 Minuten Laufzeit tatsächlich nur einen richtig guten Gag (der "Deep Blue Sea"-Monolog während des Vorsprechens!) und hierzulande einen Synchro-Lacher, wenn an einer Stelle die Louis de Funès-"Nein! - Doch! - Ohh!"-Nummer gebracht wird. Der Rest ist ziemlich anstrengend. Für Komödien-Regisseur Paul Feig ist der Streifen nach "Brautalarm", "Taffe Mädels" und dem "Ghostbusters"-Reboot dann auch tatsächlich nochmal ein Abstieg, denn "Ein Jackpot zum Sterben!" ist mal echt nicht mit dem Blick auf die große Leinwand mit viel schwach inszenierter Action nicht nur inhaltlich merklich billig zusammengeschustert... nun ja, zum schnellen Wegstreamen ist wohl auch das Zweitbeste allemal noch gut genug. Das wird sich wohl auch John Cena gesagt haben, für den "Ein Jackpot zum Sterben!" dieses Jahr nach "Ricky Stanicky" und "Die Hart 2" sogar schon der dritte Auftritt in einem Amazon-Original ist. Fazit: Statt dem großen Los wieder mal nur 'ne Niete.
4/10