iHaveCNit: Blink Twice (2024) – Zoe Kravitz – MGM / Warner
Deutscher Kinostart: 22.08.2024
gesehen am 22.08.2024
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 12 – Reihe 16, Platz 14 – 20:25 Uhr
Der wohl interessanteste Filmstart des aktuellen Wochenendes ist auch zeitgleich das Regiedebüt von Zoe Kravitz. „Blink Twice“ hat mich bereits seit dem Trailer angesprochen und konnte das auch nun nach der Sichtung bestätigen und dafür musste ich nicht unbedingt zweimal blinzeln.
Die Kellnerin Frida trifft auf einer Gala auf den Tech-Milliardär Slater King, der nach einem Skandal für einige Zeit untergetaucht war und nun geläutert wirkt. Das Aufeinandertreffen sorgt sogar dafür, dass Frida gemeinsam mit ihrer Freundin Jess auf die Privatinsel von King eingeladen wird, auf der es inmitten weiterer Tech-Milliardäre und Schönheiten zu entspannter sommerlicher Feieratmosphäre kommt. Noch ahnt Frida nicht, welche dunklen Geheimnisse und Mysterien sich nach und nach offenbaren.
„Blink Twice“ beziehungsweise zweimal blinzeln ist ein körpersprachliches Signal für den Gegenüber, dass man das Gefühl von Bedrohung und Gefahr verspürt und nach Hilfe ruft. Eine sehr interessante Wahl für den Filmtitel, der eigentlich in der früheren Phase als „Pussy Island“ angekündigt war. „Blink Twice“ ist eine schöne Mischung aus Psycho- und Mysterythriller geworden, der sich durchaus seine Zeit lässt, die Handlung erst einmal aufzubauen, ehe es wirklich derb an die Nieren geht und zur Eskalation kommt. An der Spitze des Ensembles stehen in diesem Film vor allem Naomie Ackie in der Rolle der Frida und Channing Tatum, der einen großartigen Slater King spielt. Inmitten des illustren Ensembles kommt es auch zu der ein oder anderen Überraschung, wer alles dann auch dabei ist. Für ihr Regiedebüt beweist Kravitz durch die Auswahl der Farbpalette und die insgesamte Inszenierung eine gewisse Stilsicherheit auch im Hinblick auf die hintergründige Symbolik des Films. Der Kern des Films setzt sich sehr grob gefasst mit toxischem Machtmissbrauch auseinander , ohne hoffentlich zu viel vorwegzunehmen und geht damit auch in der Skizzierung und Darstellung derb an die Nieren. Dennoch hätte ich mir in den etwas über 100 Minuten noch wesentlich mehr Zeit gewünscht um die Fragmente des Plots miteinander zu verbinden und auch die Momente auch mal wirken und für sich stehen zu lassen, weil das mir teils zu hektisch abgehandelt worden ist.
„Blink Twice“ - My First Look – 8/10 Punkte