Eigentlich gehören Frida (Naomie Ackie) und Jess (Alia Shawkat) zum Serviceteam der großen Gala von Tech-Milliardär Slater King (Channing Tatum), schmuggeln sich aber in Abendgarderobe unter die Gesellschaft (u.a. Christian Slater, Kyle MacLachlan, Geena Davis, Haley Joel Osment) und werden glatt auf Slaters Trauminsel eingeladen. Dort beginnen die Tage beim Relaxen am Pool, Catering vom Feinsten, Champagnercocktails und Drogen allmählich ineinander zu verschwimmen und Fridas Erinnerungsvermögen scheint zu schwinden.
Wie schon bei GET OUT und DON’T WORRY DARLING merkt man ziemlich schnell, dass hinter der unbeschwerten Partyfassade irgendetwas nicht stimmt (für weniger aufmerksame Zuschauer spoilt das der Disclaimer von amazon vor dem Film, der vor sexueller Gewalt warnt). Ein extrem scharfes japanisches Messer geht verloren, Schlangen kriechen durchs Gebüsch, Frida hat morgens Dreck unter den French Nails, irgendwann ist Jess einfach nicht mehr da.
Visuell ist das Debut von Zoë Kravitz ein Fest, strahlend bunt, scharf geschnitten, mit tollen Bildkompositionen. Inhaltlich ist er weniger glanzvoll. Der „Twist“ kommt wie gesagt mit Vorankündigung und ist wenig überraschend, die Charaktere bleiben eindimensional, ein echter Thrill will sich nicht einstellen und sollte Kravitzes Botschaft eine andere sein als (reiche) Männer sind Schweine, dann geht diese im hysterischen Showdown des Films unter.
Schade, dass das hier bei all dem Talent und der namhaften Besetzung kein intelligenterer Film geworden ist, das Thema hätte ihn verdient gehabt.