Review

Ganz ehrlich?
Fast eine komplette Nullnummer!
Natürlich hat eine Horrorfilm-Ikone, wie Christopher Lee eine war, in seiner endlos langen Karriere den ein oder anderen Griff ins Klo gemacht und Trash produziert.
Doch muss das gerade in seiner Paraderolle als Dracula sein?
Die letzte "klassische" Hammer-Produktion, bevor man das Vampirthema in die Neuzeit versetzte, ist ein schwachsinniger Totalausfall.
Dabei beginnt es vielversprechend - und man bekommt sogar "nackte Haut" präsentiert, was für 1970 schon eine kleine Sensation war.
Ansonsten gibt es Schauspieler, die nicht mal schlecht sind. Naja, das Overacting ist mal der Entstehungszeit geschuldet.
Meister Lee hat recht wenig in dem Film zu tun. Es dauert endlos, bis er mal in Erscheinung tritt. Davor gibt es Handlungsstränge, die man eher aus einem Familiendrama kennt (dominante Väter, kuschende Ehefrauen, aufmüpfige Jugend etc.).
Nach 45 leerlaufenden Minuten wird Dracula reaktiviert - und zwar so grotesk und doof, dass es schon wehtut.
Kleiner Insider-Spoiler: Was wäre wohl passiert, wenn alle vier Herren das Blut des Grafen getrunken hätten? Wäre Dracula dann viermal auferstanden? Was für ein Schmarrn!
Aber weiter (in dem wohl langweiligsten Vampir-Lee-Film ever!): Wie schon angedeutet: Der Graf hat fast nichts zu tun. Dafür schickt er die aufmüpfige Jugend auf Rachefeldzug gegen die Väter. OMG! Ja, das ist wirklich so! Und nach jedem Racheopfer erscheint Dracula und nummeriert fleißig durch, damit man auch versteht, dass einer ins Gras gebissen hat. "Der Erste, ... der Zweite ..." Das ist lachhaft - war es 1970 schon! Zudem hat dem Grafen die Synchronstimme von Louis de Funés gegeben. Muss ich dazu noch etwas anmerken?
Das Finale reißt auch nichts mehr heraus.
Schwach und sehr seltsam geht der Graf ein weiteres Mal zugrunde, als hätte man keinen Bock mehr gehabt - was ich verstehen kann!
Ähm, ganz ernsthaft!
Der Film ist bis auf ganz wenige Momente die pure Zeitverschwendung!

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