Review

Weiter geht es mit der berühmten Dracula-Reihe aus dem Hause Hammer. Diesmal schließt der Film direkt nahtlos an „Dracula has risen from the grave“ an.


Der An- und Verkäufer Weller ist zufällig dabei, wie Dracula (Christopher Lee) in die ewigen Jagdgründe geschickt wird. So kann er sich Draculas Mantel, seinen Ring, die Schnalle und sein pulverisiertes Blut aneignen.
Ortswechsel: Der Haustyrann William Hargood macht sich wie am jeden letzten Sonntag des Monats mit seinen Freunden Paxton und Sacker auf den Weg zu einer „Wohlfahrtssitzung“. Was die Frauen aber nicht wissen, diese Wohlfahrtssitzung ist nichts anderes als ein Besuch in einem Bordell. Dort werden sie auf jeden jungen Lord Courtley (Ralph Bates) aufmerksam. Gelangweilt von ihrem Leben, erfahren sie, dass Courtley ein Satansanbeter ist. Sie schließen eine Vereinbarung mit ihm. Wie es kommen muss, kaufen sie Draculas Überreste für die Zeremonie. Als Courtley Draculas Blur trinkt und sich dabei verändert, bringen die drei ihn um und wollen nie wieder ein Wort darüber verlieren. Doch Dracula ist zurück, und will Rache für seinen toten Diener...


Peter Sasdy lässt gar nicht viel Zeit verstreichen, um Dracula ins Leben zurück zu holen. Hatten die Bewohner einer Stadt mal ein Jahr oder mehr Pause vor dem Grafen, so wird er hier quasi innerhalb kürzester Zeit ins Leben zurückgeholt.
Sonst läuft bei diesem Dracula-Film alles wie gewohnt hat. Solide Schauspieler, wobei Ralph Bates wieder immer zum overacting neigt, und ein Christopher Lee in seiner Paraderolle mit wie immer wenig Text.
Kritisieren kann man das langsame Tempo des Streifen. Sasdy hat meiner Meinung nach zu viel Wert darauf gelegt, das Leben dieses Haustyrann zu zeigen, dem direkt zu Begin alle Sympathien flöten gehen. So dauert es schon eine Weile, bis Dracula überhaupt auf der Bildfläche erscheint, schade.

Von den F/X her ist hier auch eher Schmalhans Küchenmeister. Ein bissel Blut, dass war’s dann aber auch schon. Ein paar erotische Momente im Bordell deuten aber bereits darauf hin, wohin es den Hammer-Dracula weiter verschlagen wird. Die Freizügigkeit der Mädchen wurde in den weiteren Dracula-Filmen ja noch erweitert.
Auch das Ende überzeugt nicht wirklich. Gab es sonst immer eine spannendes Finale, so wirkt das Ende hier, als ob der Regisseur keine Zeit mehr gehabt hätte. Zu unmotiviert erscheint der abermalige Tod Draculas, so dass auch hier keine wirkliche Freude aufkommt. Hier hätte Sasdy doch lieber den Anfangs- oder Mittelteil kürzen sollen um mehr Zeit für das Finale zu haben.


Fazit: Routinierter Film, aber fast ohne Höhepunkte. Leider überzeugt dieser Teil der Reihe nicht wie die anderen wegen besagter Schwachstellen. Dennoch für Hammerfans sehenswert, mehr aber auch nicht.

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