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Wenn Gabriel und Michael in einem Fantasy-Actioner aufeinander treffen, steckt meist der uralte Konflikt zweier Erzengel dahinter. Co-Autor und Regisseur Ali Zamani macht es sich diesbezüglich gar noch einfacher: Gut gegen Böse, damit irgendwie die Welt gerettet wird.

Irak-Veteran Gabriel wird von dem höheren Wesen Balthazar auserkoren, die Welt vor der Armee der Untoten zu schützen. Hierfür muss er einige Krieger des Friedens rekrutieren, auf die er seit den Kriegseinsätzen vertrauen kann. Nur so ist es möglich, gegen eine Übermacht von Dämonen zu bestehen…

Man nehme einen günstigen Drehort wie Georgien, setze mit Cuba Gooding Jr., Michael Teh, Denise Richards und Randy Couture auf B-Stars, die im Verlauf der Jahre einiges an Marktwert einbüßten und puzzle einige Auseinandersetzungen mithilfe von CGI zusammen, um den Actioner irgendwie zusammen zu halten.

Leider wird die Chose von Anfang an recht holprig vorgetragen. Rückblenden und Visionen folgt eine Schnitzeljagd quer durch Georgien, bei der einige Szenenabfolgen komplett willkürlich anmuten und bei der mancher Schauplatzwechsel arge Kontraste bildet. Zwar finden sich hier und da einige malerische Ansichten wie im Gebirge mit Ruinen und Höhleneingängen und innerhalb einer Kathedrale, doch einen nachvollziehbaren Handlungsfaden wird man nur schwer ausmachen können.

Hin und wieder kommt es immerhin zu einigen Konfrontationen, die ein wenig Tempo aufkommen lassen und manche Szenen wie die Hatz mit zwei Motorradrüpeln sind sogar einigermaßen dynamisch inszeniert. Auch ein Großteil der Dämonen ist abwechslungsreich und angemessen schaurig gestaltet, obgleich deren Moves oft an Geschmeidigkeit zu wünschen übrig lassen. Zudem fallen die Konfrontationen nicht übermäßig blutig aus, noch weisen die Kämpfer irgendwelche spezielle Fertigkeiten auf. Insofern wundert es fast schon nicht, dass ein Randy Couture nach zwei Straßenkämpfen noch groß als Leiter der Fieslinge angekündigt wird, um danach Knall auf Fall zu verschwinden.

Während sich ein Cuba Gooding Jr., in der deutschen Fassung verlässlich von Dietmar Wunder synchronisiert, noch recht ordentlich schlägt, gerät die Chose mit Waffenmeisterin Denise Richards eher peinlich. Mal abgesehen von den unübersehbaren, kosmetischen Eingriffen soll ihre Figur für Auflockerung sorgen, was jedoch reichlich daneben geht.
Auch das angemessen überhebliche und recht präsente Auftreten von Michael Teh als Widersacher steht im Kontrast zu Hauptdarsteller Josh Burdett, dem es als Held leider am notwendigen Charisma mangelt.

Spannung kommt bei alledem in den etwas zu lang geratenen 104 Minuten nur leidlich auf, zumal die Gegner so willkürlich kommen und gehen wie die erwähnten Wechsel der Sets.
Ganz schlecht ist die Action zwar nicht inszeniert, sie birgt allerdings auch keine bemerkenswerten Schauwerte. Es bleibt ein austauschbares Geplänkel ohne Nährwert.
3,5 von 10 

 

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