Wenn ein Schauspieler in einem Katastrophenfilm von Asylum einen General verkörpert, der nur herumsteht und wichtig tut, dürfte er die Talsohle seiner Karriere erreicht haben. Nach Tom Sizemore und Eric Roberts hat auch ein Michael Paré diese Stufe erreicht, denn das Langfilmdebüt von Autor und Regisseur Monroe Robertson fordert ihn beileibe nicht heraus.
Nach einer dubiosen Aktion im Marianengraben geraten die Aktivitäten tektonischer Platten außer Kontrolle und durch Verschiebungen entstehen Erdbeben nie da gewesenen Ausmaßes. Drei Spezialisten um Milly versuchen ausgelagerte Waffen aus dem Weltraum einzusetzen, um das Schlimmste zu verhindern…
Prinzipiell steigt die Geschichte in ihrer formelhaften Form eher positiv ein: Nach einer kurzen Vorgeschichte geht man zu drei parallel ablaufenden Handlungssträngen über, die sich neben den Wissenschaftlern um einen Flugzeugabsturz und einen Militär auf privater Mission konzentrieren. Natürlich sind alle Figuren miteinander verwandt oder verschwägert, da die Welt bei Asylum grundlegend nur wenige Helden benötigt, welche mit Spontanaktionen die Menschheit retten.
Eine Zeit lang funktioniert das recht solide, indem zumindest ansatzweise einige Trümmerlandschaften, Großstädte mit kollabierenden Hochhäusern oder Riesenwellen an japanischen Küsten eingebunden werden. Auch die Situation des abgestürzten Flugzeugs, welches mit dem Cockpit über einem Erdriss schwankt, ist phasenweise spannend umgesetzt, doch anbei gibt es eben das Zentrum der Handlung, welches zunehmend Drive herausnimmt.
Da stehen oder sitzen eine Handvoll Leute in einem Labor, starren auf Monitore, vergleichen Werte und telefonieren mit dem besagten General, doch das ständige Taktieren führt rasch zu Langeweile, aber auch dazu, dass die Vorgehensweisen stets absurder ausfallen. Wobei die Spezialwaffen, die angeblich unter Reagan ins All befördert wurden und nun als Weltraumschrott unbemerkt herumkreisen und dennoch einsatzbereit scheinen, schon einen bizarren Verschwörungsfall für sich markieren.
Trotz des einigermaßen passablen Tempos verlangt die Handlung eine Menge Geduld ab und obgleich es zum Finale noch eine völlig behämmerte Aktion zu bestaunen gibt, macht sich weiterhin der Mangel an Schauwerten breit, welche im Verlauf deutlich abnehmen.
Dem können natürlich weder Schauspieler, Score oder die Ausstattung etwas entgegen setzen, so dass die Chose nach einem viel versprechenden Einstieg einen überwiegend enttäuschenden Eindruck hinterlässt.
3,5 von 10