Review

iHaveCNit: Speak No Evil (2024) – James Watkins – Universal

Deutscher Kinostart: 19.09.2024

gesehen am 18.09.2024 in Dolby Atmos

Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 9 – Reihe 9, Platz 19 – 20:30 Uhr

Während ich die Zeilen hier beginne frage ich mich, was ich 2022 gemacht habe – vor allem wenn es um den dänischen Psychothriller „Speak No Evil“ von Christian Tafdrup geht, der komplett an mir vorbeigegangen ist. Im besten Sinne US-amerikanischer Remakes dauert es in diesem Fall allerdings nicht lange, die Chance zu bekommen, sich mit dem Original auseinanderzusetzen – und genau deswegen erst das Remake ohne Kenntnis des Originals zu sehen – wobei genau das dann auch die kommenden Tage das Ziel sein wird.

Die aus London kommenden Ben und Louise treffen bei einem Sommerurlaub in Italien mit ihrer Tochter Agnes auf das Pärchen Paddy und Ciara mit deren Sohn Ant. Die lockere und einnehmende Art des Pärchens übt eine gewisse Faszination auf Ben und Louise aus, so dass diese nicht anders können, als eine Einladung des Paares anzunehmen für ein paar Tage sie auf ihrem Hof zu besuchen. Noch ahnen sie nicht, welche Folgen diese Begegnung haben wird.

„Speak No Evil“ ist für mich mit seinen 110 Minuten eine Spur zu lang gewesen. Dennoch ist es sehr spannend und interessant gewesen durch seinen Fokus auf wenige Personen und das sich hier ergebende Kammerspiel, bei dem vor allem die unterschwelligen Zwischenmenschlichkeiten und Mikroaggressionen ein unangenehmes Gefühl und Unbehagen auslöst, dass sich aufgrund von einem sehr zwiespältigen Verhältnis zur Höflichkeit diese sich aufbauende Spannung und Bedrohung immer weiter ansteigen lässt, bis sie in einem brutalen, konsequenten Finale mündet und sich entlädt. Das kleine Ensemble macht sehr viel Laune und vor allem ein James McAvoy im Rage-Modus und auch Mackenzie Davis und Scoot McNairy haben mir hier gefallen.

„Speak No Evil“ - My First Look – 8/10 Punkte





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