Review

Lebensmittelvergiftung auf 10.000 Metern

Ein spezielles Gericht an Bord eines kleineren Linienflugzeugs scheint giftig und gefährlich für alle, die es essen. Und dazu gehören auch die Piloten. Sodass einer der Passagiere einspringen und die Maschine notlanden muss… Das ist alles. Das ist die Handlung. Das ist wohl eine der einfachsten Handlungen und straightesten TV-Filme überhaupt. 

Killerhühnchen über den Wolken

In echt essen Pilot und sein Co nie dasselbe Menü während eines Flugs. Genau für solche Fälle, sagte man mir einst. Und das ist auch schon der einzige, immerhin realistische Aufhänger dieses blassen TV-Stündchens. Extrem basic, das Flugzeug muss halt notgelandet werden. Man kennt und ahnt den Drill. Und dennoch bleibt man erstaunt, wie wenig an Unterhaltung, Figuren und Nebengeschichten um dieses Hauptproblem herum gebaut werden. Simpel, seicht, selbst Anfang der 70er war das für jedes großmütterliche Publikum nachvollziehbar. Und eventuell sogar spannend. Heutzutage schlafen einem dabei aber natürlich die Füße ein, als ob die Sitznachbarin vor dir im Flugzeug mal wieder egoistisch und ohne Gedanken an ihre Umgebung den Sitz plötzlich voll nach hinten knallt. „Panik in den Wolken“ gibt heute als „Schnarcher in den Wolken“ wesentlich mehr Sinn. 

Fazit: sehr komprimierter und unwegloser, berechenbarer und banaler Flugzeugthriller. Ohne Thrill. Unspektakulär, nicht abgehoben, dezent bis müde. 

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