Review

Stephen King + Mike Flanagan = Nicht Horror?!

Wer denkt „Wenn Flanagan King verfilmt, kann nur (guter) Grusel dabei rumkommen“, der irrt gewaltig… Denn „Life of Chuck“ könnte kaum lebensbajahender, herzlicher, heller, dramatischer und horrrorferner sein! Mit einem alles übertanzenden Tom Hiddleston, in einer puzzlehaften Genremixtur über eine Welt, die zerbricht und einen Buchhalter, dem seine Welt für 39 tolle Jahre dankt…

Eine der besten King-Verfilmungen aller Zeiten

„Life of Chuck“ ist ein sehr, sehr eigener, spezieller Film. Unfassbar schwer zu beschreiben und zu greifen. Und trotzdem wird er mir ganz sicher am Ende des Jahres - wenn es um Toplisten geht - sehr deutlich im Gedächtnis sein. Vielleicht vage wie eine Mischung aus „Don't Look Up“, „Truman Show“ und „Big Fish“. Aber im Grunde wie gesagt sein ganz eigenes, frisches Ding. Eine exzellente Stephen King-Verfilmung, ein ebenso exzellenter Mike Flanagan-Film. Ein Film, den man nicht spoilern kann. Der im luftleeren Raum für die Ewigkeit schweben wird. Nahezu null Grusel. Eher das Gegenteil davon. Und trotzdem ein Volltreffer. Unkitschig, klein, intim, persönlich - und trotzdem über die ganz, ganz großen Themen der Welt, der Menschheit und des Universums! Mark Hamill als Opa ist ein Standout. Mit einer jetzt schon All-Time-Great-Tanzszene in der Mitte. Und ganz, ganz viel Herz. Wer bin ich? Wie lange bin ich noch? Wem bedeutete ich etwas? Wem bedeute ich alles? Sind wir verbunden? Sind wir verwunden? Hatten wir Spaß? Wann endet die Welt? Wie endet die Welt? Was bleibt hängen? Wofür habe ich gelebt? Wofür habe ich geliebt? Wofür habe ich getanzt? 

Hauptfigurenkomplex done right

Fazit: vom mysteriösen Konzept über den grandios tanzenden Hiddleston bis zu den überwältigenden Emotionen aufgrund kaum nachvollziehbarer Weltlage… „Life of Chuck“ ist ein sensationelles und ungewöhnliches Komplettpaket, das in diesem Kinosommer auf keinen Fall untergehen sollte! 

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