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kurz angerissen

Ein durch und durch klassisches Gerichtsdrama, das konsequent um sein durchdachtes Drehbuch herum aufgebaut ist, so etwas bekommt man nicht mehr alle Tage. Vielleicht braucht es dafür tatsächlich inzwischen einen Dinosaurier wie Clint Eastwood. Der hatte sein Mojo in den letzten Jahren ein wenig verloren, meldet sich auf die alten Tage aber mit seiner besten Regiearbeit seit langer Zeit zurück. Hier ist jeder Zug präzise beobachtet und mit Sorgfalt arrangiert. Zwischen jenen, die persönlich in den Fall verstrickt sind, und jenen, die ihn von außen zu bewerten haben, flimmert die unausgesprochene Anspannung unentwegt, und die Kamera ist als neutrale Instanz immer mit dabei, um das Augenmerk auf unscheinbare Indizien zu legen. Derart fokussiertes Filmemachern unter Vermeidung ablenkender Haken und Ösen erscheint wie eine Fata Morgana, eine Reise zurück in die 90er.

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