Review

Inhalt:

Nach 50 Jahren steht die Manchu-Dynastie auf tönernem Fundament. Kaiser Yung Cheng hat lediglich eine Tochter. Da gebärt Chen Zai Gang einen Sohn, noch in der Nacht werden die Babies ausgetauscht und aus dem Mädchen wurde ein Junge, der spätere Kaiser Shi Lung (Jason Pai Piao).

Nach 18 Jahren grausamer Herrschaft formiert sich in der Hung Hua-Gemeinschaft der Widerstand. Deren Kämpfer Wen Tai Lei weiß um das Geheimnis des Kaisers und die Schergen des Kaisers, deren Anführer Chao Chung (Lo Lieh) ist, setzen alles daran, Wen Tai Lei gefangen zu nehmen. Dies gelingt letztendlich.

Nunmehr versucht das neue Oberhaupt der Hung Hua-Rebellen Chen Chiao Lo (Ti Lung) Wen zu befreien, die Rebellen operieren vom Haus Ti Tan aus, dessen Chef Chu Chun Ying (Ku Feng) ist. Die Befreiungsversuche scheitern, doch kann Chen bei einem dieser Versuche von Wen das Geheimnis des Kaisers erfahren. Die Bewachung Wen´s funktioniert so ausgezeichnet, dass Chen zu einer List greifen muss:
Während einer Schönheitskonkurrenz gelingt es Chen, sich nochmals Zutritt zum Kaiser zu verschaffen, und diesen ins Quartier der Rebellen zu entführen. In einer flammenden Rede gelingt es Chen, den Kaiser von Überlegungen zu überzeugen, seine Regentschaft zu überdenken, er sei schließlich kein Manchu, sondern ein Han.
Es kommt nunmehr zum Austausch der Gefangenen, Wen Tai Lei ist frei.....

Nunmehr will Chen sich mit seinen Leuten aus dem Manchu-Palast davon machen. Doch Chang Chao Chung will den Show-Down mit den Rebellen. Diese sind nach all den Worten also noch mal kampftechnisch gefordert............


Fazit:

Der Regisseur Chu Yuan ist für seine mitunter unerklärlichen Plots bekannt-berüchtigt. Auch hier legt er ein Werk vor, das vom Plot her äußerst kompliziert und zäh ist. Und ich muss zugeben, dass ich den Film erst beim 2. Versuch ergründen konnte und ... einigermaßen.... verstanden habe.
Der von mir oben wiedergegebene Inhalt ist denn auch nur die Story im Rohbau, auf die Nebenhandlungen und Verschnörkelungen habe ich bewusst verzichtet...., dies war nur verwirrend. 
Man muss als Betrachter dieses Films von der ersten Sekunde an hellwach und konzentriert sein...., das ist nichts zum nebenher konsumieren. Aber wenn man das tut, wird man mit einem hübsch verfilmten chinesischen Märchen-Eastern.... na ja,... belohnt...., würd ich mal sagen....

Und es sind einfach schöne Bilder...., irgendwie ist alles poesievoll gestaltet, und das quietschbunte Shaw-Interieur ist mal wieder vom allerfeinsten. Mir gefiel, dass der Film handlungsorientiert ist, die Darsteller, allen voran Ti Lung, würdevoll auftreten und hier in einer durchaus beeindruckenden Szene nicht mit Gewalt, sondern mit der Kraft des Wortes von Ti Lung versucht wird, den Kaiser zu überzeugen. Das ist dann mal was anderes.

Auf die Fights legt Chu nicht so großen Wert. Sie sind, das war fast nicht anders zu erwarten, nicht von der schwungvollen Kernigkeit und Blutigkeit ala Chang Cheh geprägt, sondern sie passen sich einer gewissen Würde dieses Films, der eher ein chinesisches Märchen denn ein richtiger Eastern ist, an.
Hier kann natürlich Ti Lung mit einer äußerst feinen Technik glänzen, die Kämpfe sind wie ein tänzerisches Ballet choreographiert, man hat den Eindruck, die wollen eigentlich gar nicht richtig kämpfen.
Gerade der Show-Down zwischen Ti Lung´s und Lo Lieh´s Leuten ist balletartig und mit vielen Tricks, Sprüngen und allerlei Firlefanz aus Shaw´s Waffen-Arsenal gespickt.
Das passte zum Film, der nichts für die eingefleischten Fans brutaler Handkanten-Action ala Bruce Lee sein dürfte.

Mir gefiel dieser Film aber insgesamt noch..., aber eher als Märchen aus der kunterbunten Shaw-Kulisse, mit üppiger Ausstattung und Ti Lungs würdevollem Spiel.

Sehr knappe 6/10 Punkte, die wohl auch nur ein Fan des Studios vergibt.

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