Review

Monströse Monstertruck-Madness


„Monster Man“ ist erfrischend oldschooliges Monsterkino mit einem entstellten, frankensteinartigen Übeltäter am Steuer eines rostigen aber sehr coolen Monstertrucks (!) auf der Jagd nach zwei vercheckten aber durchweg sympathischen Buddies auf einem Roadtrip...

Lange stand er auf meiner Watchlist, jetzt kann ich ihn endlich abhaken. Und er konnte die Erwartungen erfüllen. Er macht Spaß, ist schön handgemacht und saftig, Horror und Comedy balancieren sich gekonnt aus, die zwei Protagonisten sind eine Nummer für sich und der monströse Truck ist eines der coolsten Vehikel in der Genrewelt! Seltsam, warum man den so selten erwähnt sieht. Hier stimmt einfach die Mischung aus Fun, Schrecken, Splatter, Wahnsinn und Schwachsinn. Das ist selbstbewusster und augenzwinkernder Horrortrash done right. Das Gegenteil von „Sharknado“ und Co. Komisch, warum Monstertrucks noch nicht öfters und früher mit dem Genre der Monster in Verbindung gebracht werden/wurden. Hier klappt es bravurös. Sicher sehen Klassiker anders aus, doch für einen Geheimtipp reicht es dicke. Hier stimmt unglaublich viel, was heutzutage immer unglaublich verkackt wird. Vor allem fehlende Leidenschaft und Pixelsplatter kann hier keiner vermissen! „Joy Ride“ meets „Wrong Turn“ und diese alte Monstertruck-Show, die damals auf DSF (?) lief. Fantasy Filmfest-Futter der alten Schule. Bescheuert und zum Schreien komisch, aber alles andere als harmlos! 

Fazit: was für ein blutiges, (positiv) trashiges Fest! Heutzutage kriegen die das nicht mehr so hin! Wie eine sympathische Mischung aus „Jeepers Creepers“, „The Battery“ und Peter Jacksons Frühwerken. Launig. Simpel. Lässig. 

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