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Das jungfräuliche Würstchen Adam unternimmt einen Road-Trip zu der Hochzeit seiner Freundin Betty-Ann, um dieser noch rechtzeitig seine Liebe zu gestehen und sie so von der Heirat abzuhalten... und bemerkt dabei gar nicht, dass sich sein Kumpel Harley - eine echte Pottsau - auf den Rücksitz geschlichen hat, um ihn zu begleiten. Unterwegs haben die beiden eine unheimliche Begegnung mit einem Monster-Truck, der sie beinahe von der Straße fegt. Kurz darauf gabelt man die sexy Hitchhikerin Sarah auf und gemeinsam sieht sich das Trio den Attacken des Truck-Fahrers ausgesetzt, der sich als grausam entstellter Psycho entpuppt, der die abgeschiedene Gegend terrorisiert und auch die einheimischen Landeier schonmal um das eine oder andere Körperteil erleichtert, um mit diesen ein satanisches Ritual zu veranstalten... Inhaltlich ziemlich ähnlich gelagert wie der Überraschungs-Erfolg "Jeepers Creepers" kommt auch der "Monster Man" daher... nur sehr viel dümmer als der besagte Victor Salva-Streifen, erheblich splatteriger als dieser und ganz nach der Manier der damals gerade hippen Teenie-Sex-Comedies à la "American Pie" & Co zu allem Überfluss auch noch mit der Brechstange auf lustig getrimmt. Als insgesamt kruder Genre-Mischmasch kann Regisseur Michael Davis mit seiner Horror-Komödie allerdings in keiner der bedienten Sparten einen Hit landen: Die erste Hälfte wird bestimmt von endlos rüden Fäkal- und Muschi-Dialogen, deren Witz sich in Grenzen hält, bevor dann peu à peu die brachialen Gore-Momente eingespielt werden und das Ganze zum Schluss in einer rechten Blutorgie gipfelt. Besonders rund oder auch nur entfernt sinnvoll erscheint einem die wüste Geschichte mit ihren eingebrachten "Duell"- und "Texas Chainsaw Massacre"-Verweisen aber natürlich nicht und was die unterbelichtete Machart anbelangt, erinnert das Ganze dann auch eher fast schon an alte TROMA-Hobel... nur, dass die damals schon wussten, dass sie nichts weiter als Schund und Scheisse sind, während "Monster Man" offensichtlich dem Irrglauben anhängt, tatsächlich von Belang zu sein. Nun ja. So freigiebig man sich hier zwischendurch im Blut-Matsch und Gekröse suhlt, so prüde gibt sich die Chose dann aber in Sachen Sex, denn bei ihrer einzigen Ferkel-Szene behält die hübsche Aimee Brooks doch tatsächlich ganz züchtig ihren BH an. Raunchy wie bei den entsprechenden Comedy-Vorbildern geht es hier also keinesfalls zu und auch die Treffer-Quote der Jokes und Wortwitze innerhalb des debilen Sprüche-Bombardements hält sich mal echt in Grenzen. Okay, wer sich beim Blick auf den Titel da hochgeistiges Entertainment von diesem Streifen erwartet hat, ist zugegebenermaßen selbst schuld, aber müssen denn selbst die vermeintlichen Funsplatter-Filmchen wirklich so dermaßen tiefergelegt daherkommen, was sowohl die Handlung als auch das Humor-Niveau anbelangt? Dass sich die Chose in bestimmten Kreisen dennoch einer gewissen Beliebtheit erfreut, überrascht da nicht wirklich, sollte einem ob der akuten Verblödungsgefahr, die bei "Monster Man" vorherrscht, aber durchaus zu denken geben... die Genre-Fans haben sich dadurch wieder einmal (wie so oft) selbst ein Armutszeugnis ausgestellt. Nur der Cameo-Auftritt von "Psycho Cop" Bobby Ray Shafer als Provinz-Bulle in einer Szene ist ein nettes Detail und der einzige (Insider-)Gag, der funktioniert wie beabsichtigt, der Rest gehört in die Tonne...

3/10

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