iHaveCNit: Smile 2 (2024) – Parker Finn – Paramount
Deutscher Kinostart: 17.10.2024
gesehen am 18.10.2024
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 3 – Reihe 9, Platz 16 – 18:20 Uhr
Vor knapp 2 Jahren hat Parker Finn mit „Smile“ einen überraschenden Horror-Hit geschaffen, der auch durch virale wirksame Werbekampagnen sehr erfolgreich wurde. Damals habe ich mir schon gedacht, dass der Film, der eigentlich keine Fortsetzung notwendig hatte, eine Fortsetzung bekommen wird. Und diese Fortsetzung hat es nicht nur in sich, es bleibt qualitativ auf einem gleichen, wenn nicht sogar leicht besseren Level.
Ein Jahr nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit einem folgenreichen Unfall ist der Musik-Star Skye Riley mitten in der Vorbereitung zu einer großen Comeback-Tour. Der Unfall und die Narben haben jedoch Schmerzen zurückgelassen, für die sich Syke von einem Dealer und Bekannten aus der Vergangenheit mit Schmerzmitteln versorgen lässt. Als Sie bei ihm aufkreuzt, scheint er wie ausgewechselt und von etwas besessen zu sein, ehe er zu einem Dauergrinsen ansetzt und sich vor Skyes Augen das Leben auf brutale Weise nimmt. Noch ahnt Syke nicht, was für Folgen diese Begegnung für Sie haben wird.
„Smile 2“ macht genau das Gleiche wie Teil 1. Mit gekonnt inszenierten und aufgebauten Spannungs- und Schockmomenten, bei denen auch der Zuschauer immer tiefer in den Sog mit reingerissen wird des unbehaglichen Gefühls und der Wahrnehmung des Wahnsinns ob das was gerade passiert tatsächlich passiert oder nur Teil des Wahnsinns und der Wahnvorstellungen ist. Auch wenn der Film quasi das Gleiche macht, ist vor allem die charakterliche Variation hier genau das, was das Alleinstellungsmerkmal darstellt wenn es um die Frage geht, ob die Fortsetzung überhaupt notwendig ist. Denn das Umfeld eines Musik-Stars im Stil von Lady Gaga, Sia u.s.w. unterscheidet sich schon stark von dem einer Psychotherapeutin. Und so sind die charakterlichen Unterschiede und auch die unterschiedlichen Umfelder von Sosie Bacons „Rose Cotter“ und nun hier Naomi Scotts „Skye Riley“ schon sehr spürbar. „Smile 2“ lebt hier quasi von der Präsenz und der Performance von Naomi Scott, die soweit ich mich an meine bisherigen Erfahrungen mit ihr erinnere, hier ihre beste darstellerische Leistung bietet und auch charakterlich mit Skye Riley eine vielschichtige Protagonistin zu bieten hat. Wäre es im Kontext des Films nicht so gruselig, würde ich auf jeden Fall im zufriedenen Sinne über diese Fortsetzung ein Grinsen aufsetzen.
„Smile 2“ - My First Look – 8/10 Punkte