Grimmiger Endzeitfilm
Die belgisch/französische Produktion Survive hat mich auf sich durch einen Trailer auf instagram aufmerksam gemacht, der mir sofort gefallen hat.
Der Trailer verspricht jedoch eher einen abenteuerlichen Katastrophenfilm und wirkt sehr viel leichtfüßieger als der düstere und dann doch recht harte Streifen um eine Familie, die nach einer Katastrophe um ihr Leben Kämpfen muss.
Inhalt:
Die Eltern und die beiden Kinder, von denen der Junge gerade 13 geworden ist, und die Schwester in etwa 17 sein soll, machen gerade gemeinsam Urlaub mitten in der karibischen See auf einer gecharterten Yacht, als merkwürdige Dinge passieren und ein Sturm losbricht. Als sie am nächsten Morgen erwachen, finden sie sich in einer Art Felsenwüste wieder, die nach fix ausgetüftelten Theorien, der Meeresgrund ist. Der Ozean hat sich komplett verzogen, da sich das Magnetfeld der Erde umgekehrt hat. Sie bekommen es dann allerdings in dem neu enstandenen Mad Max Szenario nicht nur mit irre gewordenen Meeresbewohnern, sondern auch mit finsteren Artgenossen zu tun.
der Film:
Das schräge und frische Setting tut dem Genre gut. Der Katastrophenfilm hat in den letzten Jahren oft an seinen überbordenen Budgets und dämlichen Figuren gekrankt, wenn ich die norwegischen Beiträge mal außen vor lasse, denn die haben mit the Wave und the Quake tatsächlich einen ählich interessanten Ansatz gehabt.
Auch wenn nicht alle Familienmitglieder durchweg sympatisch sind, interessiert man sich für ihr Schicksal, wogegen man Herrn Rock in San Andreas ja eher die nächste Tsunamiwelle an den Hals gewünscht hat.
Für einen europäischen Beitrag sehen die Sets ordentlich und teuer aus, das, was aus dem Computer getrickst wurde, überzeugt ohne trashig zu wirken, und die handgemachten und an passenden Stellen sitzenden Bluteffekte unterstreichen die etwas härtere Stimmung. Natürlich ist die ganze Geschichte derb überzogen und erinnert streckenweise an eine Outer Limits Folge. Aber an eine gute.
Fazit:
Wer Spaß an ernsthaften und düsteren Katastrophenfilmen haben kann, ist hier mal mit einer etwas anderen Geschichte gut beraten. Der Ausflug in die umgepolte Welt ist kurzweilig und kompetent inszeniert und kann locker mit US Produktionen ähnlichen Themas mithalten, wenn sie nicht sogar in den Schatten stellen.