Es benötigte rund 25 Jahre Asylum, um sich auch mal außerhalb der vertrauten Genre wie Tierhorror oder Naturkatastrophen zu bewegen. Dabei scheint das Szenario einer Endzeit wie gemacht für die Billigschmiede, für das es nicht viel mehr als einige entlegene Orte benötigt.
Als Söldner Freddy (Craig Stark) die weitgehend hilflose Claire (Jamie Bernadette) aufgabelt, hat diese bereits eine Vergewaltigung in einer grausamen postapokalyptischen Welt hinter sich, in der nicht nur Untote eine lebensgefährliche Bedrohung darstellen…
Man könnte es auch vereinfachen: Zwei auf der Walz in der Einöde. Leider nimmt die Exposition bereits vorweg, dass einer der beiden am Ende des Tages infiziert sein dürfte, was zwangsläufig eine Menge Spannung herausnimmt. Jedoch gestaltet sich auch das Latschen der beiden nicht wesentlich interessanter, zumal man allenfalls auf vereinzelte Untote trifft und diese relativ leicht beseitigen kann.
Wie immer bilden die menschlichen Überlebenden die größere Bedrohung, doch auch diesbezüglich läuft die Chose recht schematisch ab. Eher fragt man sich, wie Claire in Negligee und Flip Flops bereits zwei Wochen überleben konnte, wogegen Freddy zumindest beherzt zulangen kann und augenscheinlich einige Erfahrungen in Sachen Kampf, aber auch Politik sammeln konnte, um der unbedarften Begleiterin überhaupt erstmal die Hintergründe der Seuche zu vermitteln.
Leider liefern die Kulissen kaum Abwechslung. Die felsigen, wüstenartigen Gegenden bieten kaum markante Eckpunkte und selbst als man irgendwann auf eine vermeintlich friedliche Kommune trifft, wirkt das Setting wenig detailverliebt. Sogar der Score scheint zwischenzeitlich wegzupennen, denn während der wenigen Action kommt der nie so recht zur Geltung. Immerhin fließt ab und an etwas Blut, leider auch per CGI, wenn ein Gegner enthauptet oder ein Kehlenschnitt gesetzt wird. Das Make-up der Untoten fällt immerhin zweckdienlich aus.
Somit fühlt sich die Chose über weite Teile wie ein Drama an, dem es trotz charismatischer Mimen an Tiefe mangelt. Entsprechend fallen die Dialoge überwiegend flach und keineswegs tiefgründig aus und erst zum Finale wird etwas Emotionalität hervorgekitzelt, was aber aufgrund der erwähnten Einleitung keine Überraschung liefert.
Mit einer satten Laufzeit von 112 Minuten fällt das Werk deutlich zu lang aus, gefühlt hätte man rund zwanzig Minuten schon aufgrund des ziellosen Umherwanderns kürzen können.
Die Action reißt letztlich nichts mehr heraus, wodurch dem Subgenre überdies keine neuen Impulse hinzugefügt werden und man „End Times“ problemlos übergehen kann.
3,5 von 10