Review

Eher meh als mmmmh…

Vampirfamilien boomen in der Filmlandschaft wieder ein klein wenig. Ich zähle die WG aus „What We Do In The Shadows“ (Serie) mal dazu oder auch den sensibel-schönen „Humanist Vampire Seeking Consental Suicidal Person“. Doch auch wenn die „Radleys“ aus Großbritannien ebenfalls scharfe Zähnchen und Blutdurst haben, was ihnen ihr geplantes „Vegetarierleben“ sehr schwer macht, werden sie zumindest in meinem Hirn ganz sicher leider zu schnell vergessen sein, um mit ihnen in zukünftigen Aufzählungen über Vampirstelldicheins zu rechnen… 

… Eher Meh-dleys als Radleys

„The Radleys“ ist ein ganz seltsamer Langweiler von Vampirfilm. Er versucht nicht viel, er will nicht viel, er kann nicht viel, er braucht nicht viel. Er ist nie auch nur annähernd beim Bodensatz seines Subgenres. Aber er bietet leider genauso wenig Highlights. Ehrlich gesagt gar keine. Damian Lewis in seiner gegensätzlichen Doppelrolle noch am ehesten, wo er seinen inneren Dan Stevens channelt (die zwei verwechsele ich eh öfters). Leider funktioniert er bzw. seine zweite Figur im Film aber als Bösewicht auch kaum. Und auch ansonsten bin ich schockiert wie wenig mich „The Radleys“ tangiert hat. Von der eher zahmen Gewalt und „Action“ bis zur Familiendynamik samt Coming-of-Age-Spuren, von der schwammigen Atmosphäre bis zur quasi kaum existenten Geschichte oder Charakterentwicklungen, von den nicht vorhandenen Ideen und Innovationen bis zum mich kaum zum Lachen bringenden „Humor“. Alles wird gestreift und mal kurzzeitig an die Wand geklatscht - hängengeblieben ist bei mir aber nahezu nichts! Erschreckend! Selten hat eine filmische Identitätsstörung zu mehr Leerlauf und Achselzucken geführt.

Fazit: nie gänzlich schlecht… aber im Grunde in keiner einzigen Kategorie gut (genug). Weder gruselig noch lustig, weder kreativ noch anders, weder blutig noch künstlerisch wertvoll. Irgendwie einer der egalsten Vampirfilme seit langem. Bis auf Damian Lewis - der spielt für zwei toll! 

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