Review

Die VHS-Serie ist trotz ihres bislang überwiegend trashigen Outputs ebensowenig totzukriegen wie das nicht enden wollende 80er-Jahre Revival. Den roten Faden der jüngsten Kurzfilmsammlung bilden Beweis-Tapes für außerirdische Begegnungen. Die Qualität ist wie immer sehr unterschiedlich, wobei dieses Mal erfreulicherweise die Trefferquote etwas höher liegt. 

In der Episode STORK durchsucht eine Polizeieinheit (mit zahlreichen Bodycams, versteht sich) ein Haus auf der Suche nach verschwundenen Babys. Dort werden die Cops von einer Horde offenbar außerirdisch besessener Killerzombies angegriffen – quasi „House of the Dead“ in real life mit einer Prise REC. Ein actionreicher und kurzweiliger Einstieg, bei dem die POV-Optik auch vor einer „Chainsaw-Cam“ nicht Halt macht. 

In DREAM GIRL stellen zwei Paparazzi einer Bollywoodschauspielerin nach, mit der offensichtlich etwas nicht in Ordnung ist – vorhersehbar und langweilig, mit wenig überzeugenden Effekten. 

In LIVE AND LET DIVE werden wir Zeuge eines ziemlich spektakulär inszenierten Sportflugzeugabsturzes, als dieses mit einem UFO kollidiert. Für einige der Insassen endet der darauffolgende notgedrungene Tandemsprung tödlich, die anderen haben nicht so viel Glück – sie werden von einem blutrünstigen Alien gejagt. Warum dabei die ganze Zeit eine Kamera läuft? Egal, die Episode ist rasant und macht Spaß. 

In FUR BABIES tarnen sich ein paar Tierschützer als Hundeeltern, um einer mutmaßlichen Tierquälerin auf die Schliche zu kommen. Wie sich herausstellt, quält die gute Frau jedoch nicht nur Tiere… Nette Bodyhorror-Idee, etwas trashig inszeniert von Justin Long, der sich hier sichtlich von seiner Arbeit mit Kevin Smith bei TUSK inspirieren ließ. Hat nullkommanix mit Aliens zu tun. 

STOWAWAY, von Schauspielerin Kate Siegel inszeniert und ihrem Mann Mike Flanagan gescriptet (!), begleitet eine junge Frau bei der Beobachtung einer Alienlandung – experimentell, etwas nervig, deutlich zu lang, aber mit interessantem Ausgang. 

Fazit: Kein wirkliches Highlight, aber mit zwei kurzweiligen Beiträgen zumindest eine der besseren VHS-Anthologien.

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