Jackie Chan und Sammo Hung mischen in Tokyo eine Diebesbande auf.
Story:
Die Agenten Muscles (Jackie Chan) und Ricky (Yuen Biao) von der HK-Police werden nach Tokyo geschickt, um dort einen Ex-Kollegen ausfindig zu machen, der eine wertvolle Diamentenkollektion gestohlen hat. Bei der Observierung auf einem Rummelplatz wird Ricky gefangengenommen und Muscles bittet um Hilfe bei seinen ehemaligen Kumpels aus dem Waisenhaus. Die Gang um Fastbuck (Sammu Hung) wird von der Polizei eingewiesen und bekommt als Verstärkung die schöne Agentine Barbara an die Seite gestellt...
Nach den 3 "Powerman"-Filmen (deren dämliche Titel man den deutschen Verleihern mal um die Ohren hauen sollte) machte man Jackie Chan nun also zum "Tokyo Powerman" und schickt ihn zusammen mit seinen Kumpels und Kollegen nach Japan. Dennoch sollten JC-Fans diesen Film und "Powerman 2" mit etwas Vorsicht genießen, denn besonders hier hat Jackie nicht viel mehr als eine etwas größere Nebenrolle und Yuen Biao gar fast nur einen Cameo.
Hauptsächlich dreht sich der Film, bei dem Sammu Hung auch Regie führte, nämlich um ihn und seine Kollegen, denen wir bei den misslungenen Anbaggerversuchen mit ihrer attraktiven Kollegin zusehen dürfen - auch wenn die furiose Auftaktszene mit Jackie und Yuen diesbezüglich Anderes vermuten lässt. Dann wird erst mal ein paar Gänge zurückgeschaltet, um die einzelnen Charaktere etwas näher vorzustellen. Erst als die Gruppe in Tokyo ankommt und Jackie wieder mit von der Partie ist, nimmt die Story wieder Fahrt auf und der genial choreographierte Endkampf entschädigt für die ein oder andere Durststrecke.
Sammo Hung hat es stellenweise etwas zu gut mit dem Humor gemeint, der doch ein bisschen albern rüberkommt. Das mag aber auch an der eher schlechten deutschen Synchro liegen, die viele Dialoge sehr wahrscheinlich nicht gerade sinngemäß wiedergibt. Dennoch: Wenn die 5 Schwachmaten anfangen zu singen, zerrt das schon gewaltig an den Nerven des Zuschauers. Zum Glück sind solche Szenen aber in der klaren Minderheit, so dass der Humor und die Fights klar überwiegen.
Das hauptsächliche Problem liegt eigentlich nur in der Tatsache, dass zu viele Darsteller beteiligt sind und man sich auf keinen so richtig zu konzentrieren scheint. Immer mal wieder wird hin und her geblendet, aber zum Fortgang der Story sind eigentlich doch nur Sammo, Sibelle und Jackie notwendig.
Überraschenderweise ist der Soundtrack für einen mid-80ies Film ziemlich gut gelungen und verzichtet auf allzu schwülstige Keyboard-Orgien.
Fazit: Mit einer besseren Synchro und etwas weniger Albernheiten hätte man aus dem Film noch mehr rausholen können. Dennoch ein ordentlicher Film mit einigen bekannten Gesichtern. Besser ist hingegen der Nachfolger geraten, obwohl er fast die gleiche Darstellerriege auffährt.
7 von 10 Punkten