My Lucky Stars ist der zweite Teil der Lucky Stars Reihe mit Sammo Hung, Yuen Biao und Jackie Chan in den Hauptrollen. Von Hauptrolle kann man im Falle von JC aber nicht wirklich reden, sein Part konzentriert sich lediglich auf einige wenige Actionsequenzen zu Beginn und Ende. Auch Yuen Biao bekommt weniger zu tun als erhofft, da sein Charakter gleich zu Beginn in Gefangenschaft wandert.
Die Story ist einmal mehr reichlich simpel gestrickt und dient nur als Aufhänger für Action und Gags: Muscles (Jackie Chan) und Ricky (Yuen Biao) verfolgen zwei flüchtige Diamantendiebe nach Tokio, um sie dort dingfest machen. Unglücklicherweise gerät Ricky in die Fänge der Ganoven, Muscles bleibt nichts anderes übrig als seine alten Kumpels (Sammo Hung, Richard Ng, Eric Tsang, Charlie Chin und Stanley Fung) zu reaktivieren. Dieser beschränkte Haufen aus Vollidioten und Taschendieben soll nun die Verbrecher dingfest machen – ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen…
Wie schon erwähnt sind die Auftritte von Chan und Biao recht rar. Umso mehr zu sehen gibt’s dafür von der bunten „Lucky Stars“-Truppe um Sammo Hung, der hier auch mal wieder Regie führte. Wer die beiden anderen Teile nicht kennt, der sei gewarnt: es geht im hohen Maße albern, ja regelrecht dämlich zur Sache. Der Humor kommt oft mit der Brechstange und besitzt viel Slapstick. Es nervt auf Dauer doch sehr wenn alle Pointen bis aufs Kleinste wiederholt und breitgetreten werden, siehe zum Beispiel eine Szenen in der die notgeile Stars-Truppe um die Gunst von Sibelle Hu buhlt. Hin und wieder kommt man schon ins schmunzeln, der Großteil der sicher gut gemeinten Gags ist aber höchst schwachsinnig. Gelungen ist dafür das Finish wenn die Lucky Stars verschiedene Kung Fu Stile mehr schlecht als recht imitieren, sogar die Schlangentechnik von Jackie Chan wird gut parodiert.
Auch wenn die dumpfe Blödelei stark im Vordergrund steht, gibt es auch den ein oder anderen netten Fight zu bestaunen. Jackie darf gleich zu Beginn eine Gruppe Ninjas vermöbeln um dann erstmal wieder in der Versenkung zu verschwinden. Danach herrscht erstmal lange Zeit gähnende Langeweile, die Gags und Albernheiten sind da nur ein magerer Ersatz. Im Finale darf dafür noch mal ordentlich zugelangt werden, mit der gewohnten Härte des 80`er Jahre Martial Arts Films. Die besten Momente hat einmal mehr Jackie, doch auch Sammo Hung wird gut in Szene gesetzt.
Noch ein Wort zum deutschen Titelchaos: „Tokyo Powerman“ aka My Lucky Stars ist die Fortsetzung zu „Winners and Sinners“. Der dritte Teil der Lucky Stars Reihe wurde hierzulande kurzerhand in die Powerman-Reihe (Powerman 2) integriert, die inhaltlich aber nichts mit den anderen Filmen zu tun hat.
Fazit:
Alberner Hongkong-Klamauk der heute wohl mehr Kopfweh verursacht als zu unterhalten. Immerhin kommen die wenigen Actionszenen richtig gut und der ein oder andere Schmunzler ist auch dabei. Das Trio Chan, Biao und Hung hat schon weitaus besser überzeugt, daher auch nur echten Hongkong-Enthusiasten zu empfehlen.