Kein Klassiker. Aber klasse klassisch.
Schon wenn man Jude Laws fetten Schnäuzer sieht, weiß man: bei „The Order“ ist man als Fan klassischer Krimis und Thriller in ganz sicheren Händen, die absolut wissen was sie wollen und tun… Erzählt wird (basierend auf wahren Begebenheiten) über die Ermittlungen in den 80ern gegen eine gefährliche Gruppe rechtsradikaler Terroristen in den USA, die es auf etliche hochrangige Ziele und Gebäude abgesehen hatten und einen weiteren Bürgerkrieg im erweiterten (und gleichzeitig beschränkten) Sinn hatten…
Früher wär's Pacino gewesen
Wie gesagt, man merkt bei „The Order“ sofort, dass man sich hier keine Gedanken machen muss Ramsch oder Weichgespültes vorgesetzt zu bekommen. Von der edlen Kamera über den brummenden Score oder die etlichen tollen Nebendarsteller bis zu den realen, interessanten Ereignissen dahinter wieder zurück zu Laws Schnurrbart - „The Order“ lässt den Freund gepflegter Thrillerware der alten Schule nahezu keinen Moment im Stich. Und das ist ein gutes, unterhaltsames und sau spannendes Gefühl, das heutzutage rar geworden ist. „The Order“ ist einer der solidesten Thriller, den man dieses Jahr finden kann. Er fühlt sich nahezu null nach Streamingstandardware an. Und er ist seine zwei Stunden um jeden Preis wert. Runde Sache. Hoult als Revoluzernazi gegen seinen „Typ“ gekämmt ist ein weiteres Highlight. Was der Typ momentan abreißt passt eh kaum noch auf die Leinwände und TVs… An „The Order“ werde ich mich aus vielerlei Gründen am Ende des Jahres positiv erinnern.
Ein bisschen „Heat“, ein bisschen „The Town“, ein bisschen „Mississippi Burning“
Fazit: super stabiler und spannender Thriller. Da ist man von Anfang an in sicheren Händen. Einer der besten (und leider doch übersehendsten) Filme des Jahres.