Erfolgs-CEO Romy (Nicole Kidman) ist mit Jacob (Antonio Banderas) verheiratet, aber der kickt sie nicht mehr, weshalb sie nach dem Sex noch schnell auf Internetpornos abrubbelt. Romy will dominiert werden, deshalb macht sie der arrogante Praktikant Samuel (Harris Dickinson, TRIANGLE OF SADNESS) an, der gleich in den ersten Filmminuten 1) eine Hündin zähmt, 2) ihr eine unverschämte Frage stellt und 3) ihren Kaffeekonsum kritisiert.
Ach ja, der gute alte Erotikthriller ist zurück. Aber wo ist der „Thrill“? Und – je nach Vorlieben: Wo ist die Erotik?
In BABYGIRL steht nichts weiter auf dem Spiel als die Ehe und die Karriere einer unterkühlten Geschäftsfrau, die uns der Film in keinster Weise näherbringt oder sympathischer erscheinen lässt. Romy lässt sich bewusst demütigen, was meist eher peinlich als erotisch rüberkommt. Und ihren Prakti möchte man am liebsten höchstpersönlich hochkantig feuern. So sieht man zwei problematischen Figuren knapp zwei Stunden bei der subtilen SM-Balz zu, und obwohl Frau Kidman mal wieder mit vollem Körpereinsatz bei der Sache ist, wird man nicht mal mit einem fesselnden Charakterdrama belohnt. Ein Glas Milch ist halt kein Pfund Butter und BABYGIRL kein LAST TANGO IN PARIS.