Review

iHaveCNit: Für Immer Hier (2025) – Walter Salles – DCM

Deutscher Kinostart: 13.03.2025

gesehen am 25.04.2025

Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Studio – Reihe 3, Platz 1 – 16:00 Uhr

Für die Familie Paiva sieht alles wie ein unbeschwerter Sommer aus, dennoch zeichnen sich im Rahmen der Militärdiktatur 1971 in Brasilien schwere Zeiten auch für die Familie Paiva ab. Denn Eunice Paiva muss erleben, wie ihr Mann, der ehemalige Abgeordnete und regimekritische Architekt Rubens Paiva festgenommen wird und vor welche Herausforderungen sie und die Familie damit gestellt wird.

„Für Immer Hier“ von Walter Salles ist der Oscarpreisträger der Kategorie „Best International Feature Film“ der letzten Oscarverleihung und ein sehr interessantes und berührendes Drama geworden. Er ist ein zeithistorisches Dokument über die Folgen von Militärdiktaturen im latein- und südamerikanischen Raum und legt hier besonderen Fokus auf die Opfer und betroffenen Familien im Hintergrund mit einem besonderen Augenmerk auf das Leben und das Lebenswerk von Eunice Paiva, da der Film auf einem Buch ihres Sohnes basiert. Der Film hat mir sehr gut gefallen. Das liegt zum einen natürlich am großartigen Schauspiel von Fernanda Torres, die hier in der letzten Award-Saison zurecht einige Auszeichnungen und Nominierungen sammeln konnte. Aber auch das gesamte Ensemble der Familie mit den Kindern und dem von Selton Mello gespielten Rubens Paiva füllen den Film mit Leben. Inszenatorisch lässt er einen extrem authentisch und fast dokumentarisch ins Rio De Janeiro 1971 abtauchen und auch die gesamte Ausstattung bis ins feinste Detail konnte mich begeistern. Mit einer gewissen Unbeschwertheit, einer Leichtigkeit, die der Film zu Beginn etabliert ist das, was folgt trotz seiner Tragik und Schwere dennoch mit einer gewissen Würde, Lebensfreude, Optimismus und Zuversicht sehr berührend und spannend.

„Für Immer Hier“ - My First Look – 9/10 Punkte




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