Das Ding… mit diesem Fracking
In diesem neuen Werk der „Adams (Regie-)Family“ gräbt ein Frackingteam im Hinterland Serbiens einen scheinbar in einem Kokon über Jahrhunderte konservierten Soldaten der französischen Armee aus, der darum bittet getötet zu werden - da ein monströser Parasit ihn befallen hat, der sich bald über das geschockte und nerdige Wissenschaftlerteam hermacht…
srpska stvar
„Hell Hole“ ist eine Creature Feature-Komödie. Und Komödie wird hier dick und fett geschrieben. Der schwarze, trockene Humor. Die weirden Figuren. Die lustigen Dialoge. Genau mein Humor. Die serbische Einöde. Die serbischen Eigenarten. Die fast coen'esken Charakterzüge. Der C-Movie-Charme. Glibber und Gedärme. Die Chemie im Cast. Die Sprachwechsel. Das Oktopusding. Der deutliche Unterton der männlichen Penetrationsangst und Schwangerschaft. All das hat ein diabolisch-köstliches Low-Budget-Grinsen auf. Die ganze Zeit. Und da kann noch so oft Carpenter aufgenommen und zitiert werden - noch näher ist dieser sympathische Quatsch bei Wright, Pegg, Frost und Konsortien. Mit noch weniger Budget. Noch spontaner und individueller. Vielleicht eher eine Fingerübung der Addams Family. Die bleiben definitiv auf dem Radar. Augenzwinkernd. Clever-doof. Die Metalriffs hauen gut rein. Die vielen CGI-Tentakel eher weniger.
Tentakelschabernakel
Fazit: schöne, spleenige, rockige und vor allem schleimig-saftige Carpenter-Hommage mit Ostblockflair und vor allem einer überkräftigen Dosis Bizarro-Impro-Humor. „Hell Hole“ ist ein gemütliches, warmes Loch für Genrefans. Vielleicht etwas zu gemütlich… Ein Bierfilm, schnippisch und leicht, aber cleverer als man meint. Bist du schlau, stellst' dich dumm?!