In der sonnenverbrannten Einsamkeit von New Mexico ist die junge Bobbie auf dem hitzeflirrenden Highway quer durch die Wüste unterwegs in Richtung Westküste. Ein harmloser Tankstopp mitten im Nirgendwo führt zu der schicksalhaften Begegnung mit Sheriff Bilstein, einem mehr als seltsamen Cop, der Bobbie nur kurze Zeit später wegen Geschwindigkeitsüberschreitung anhält. Das ist allerdings erst der Beginn eines Albtraums auf offener Straße, in dessen Verlauf die junge Frau wieder und wieder vor den grausamen Psychospielchen ihres sadistischen Verfolgers fliehen muss. Dabei hinterlässt der gewissenlose Sheriff eine Spur aus Blut und Verzweiflung, und je tiefer Bobbie auf der Flucht in das dunkle Reich des Mörders vorstößt, umso deutlicher muss sie erkennen, dass der Weg zur Erlösung nur in ihren eigenen Händen liegt.
Nun könnte man meinen, dass wir das nun schon zig mal hatten und auch dieses Subgenre langsam langweilig wird. Umso überraschender, dass sich Regienovize Lawrence Jacomelli (sorry, aber der Name ist doch niemals echt) hier wirklich einiges einfallen lässt, um seinen Thriller doch noch einmal von den anderen Genrevertretern zu unterscheiden.
Die Wendungen sind hierbei teilweise wirklich genial und gerade gegen Ende schlägt die Story dann doch einige überraschende Haken, die auch so einen erfahrenen Frührentner wie mich noch begeistern konnten.
Der Typ der den durchgeknallten Sheriff spielt habe ich noch nie zuvor gesehen, empfiehlt sich aber für weitere Aufgaben in diesem Bereich. Ein weiterer Auftritt von ihm wird allerdings schwierig werden, aber man weiß ja nie.
Auch die Dame ist mir nicht bekannt, schafft aber den Brückenschlag zwischen verängstigtes Mädel und tougher Frau ganz gut, so dass sich Jacomelli auf seine beiden Hauptdarsteller verlassen kann.
Gerade gegen Ende wird der Streifen dann auch noch ziemlich brutal, teilweise sogar sadistisch, was mich nicht groß stört, sanftere Gemüter, die nur einen „normalen Thriller sehen wollen, aber etwas abschrecken könnte.
Natürlich gibt es auch hier schon einige kleine Logiklöcher, aber ich finde dass die sich so in Grenzen halten, dass man sich zumindest nicht drüber aufregen muss und mit dem bekloppten Sheriff dafür auch gut entschädigt wird.
Fazit: Ein fieser, eher klein budgetierter, aber trotzdem oder auch gerade deswegen, kleiner Geheimtipp aus der Metzelecke, der aber im Gegensatz zu den hauptsächlichen Vertretern dieses Genres auch richtig spannend gerät.