Oh, ein neuer Action-Thriller. Zehn Minuten später: oh, offensichtlich eine Komödie. Der weitere Verlauf ergibt einen Spagat zwischen beidem, bei dem ebenso zwei Fronten aufeinandertreffen und nur mäßig zusammen funktionieren, wie vermutlich beim Hintergrund-Personal. Gefühlt ein Creative Director, der jede Menge guter Ideen, witziger Einfälle und ein Rezept gegen auch nur eine Minute Langeweile hat. Auf der anderen Seite ein Executive Director, der teilweise furchtbares Personal in die Rollen zwängt, alles vorhersehbar und risikofrei lässt, sowie uns mal wieder unansehnlichen CGI-Effekten quält. So spielt der Film gut gewählte anderthalb Stunden Pingpong mit dem Zuschauer, hin und her zwischen rasant unterhaltsam und billig quatschig. Streaming halt, früher wohl Direct-To-DVD. Auf der Seite der Sympathieträger steht ausschließlich Josh Hartnett und erfüllt auch die Rolle des Action-Star recht ansprechend. Der Rest ist niemand, einfach niemand. Aber irgendwie hat das ganze Team trotzdem das Herz am richtigen Platz, man merkt eine positive Energie und den Spaß bei der Sache, was durchaus ansteckt. Ich habe keine Minute bereut, die angeteaserte Fortsetzung brauche ich aber nicht.