Review

Holzklasse - und stolz drauf! 

In der Tradition von sowas wie „Smokin' Aces“, „The Tournament“ oder „Con Air“ ist „Fight or Flight“ auf dem besten Weg der Geheimtipp des Streamingjahres im Actiongenre zu werden… Erzählt wird von einem Flugzeug voller Auftragskiller aus aller Welt, die alle mehr oder weniger dasselbe Ziel haben… 

Bullet Plane

„Fight or Flight“ ist ein B-Actioner der coolsten und kompaktesten Schule. Brutal, ungeniert, campy. Mit Hartnett als einem der derzeit größeren Sympathieträger. Mit Augenzwinkern sowie Härte, mit Flug- sowie Fallhöhe, mit Blut und Lachen, Farben und Fiesheiten. Er macht viel aus wenig - aus wenig Budget, aus wenig Stars, aus wenig Platz, aus wenig Story. Und trotzdem, sobald er spätestens nach 20 Minuten das Gaspedal gefunden hat, klemmt er die Bremse komplett ab und umfährt alles andere als auf Autopilot nahezu jedes Problem, jede Lächerlichkeit, jede mögliche Schwäche. Starke Actionchoreos, comichafte Charaktere, bizarre Gewaltausschläge. Kurzweile, Krawallbürstigkeit, Chaos. Ein Freitagabendfeierabendfilmfest. Schnell, frech, knallig. Ohne das Rad oder die Tragfläche neu zu erfinden. Mag ich trotzdem! Fast wie aus einer vergangenen Videothekenzeit von vor ca. 20 Jahren. Pubertär, unreif, abgefuckt. Leere, fettige und fetzige Kalorien. Dynamische Kamera, schmerzhafte Verletzungen und Kills, erstaunlich schnittfest. Da fallen Leichen statt Sauerstoffmasken aus der Decke! 

Free 4 All on 20.000 Feet

Fazit: höchst sympathischer, bunter, blutiger und comichafter Actioner on a Plane… First Class Entertaining! Ein Splitterbömbchen, das nie im Bordprogramm auftauchen wird. Klasse. 

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