Ex Agent Reyes nimmt inzwischen als Private Contractor alle möglichen zwielichtigen Aufträge an. Jetzt schickt ihn die ehemalige Chefin los, um einen internationalen Kriminellen, den man nur als „Ghost“ kennt, auf einem Flug von Singapur nach San Francisco zu stoppen. Doch „Ghost“ ist in Wahrheit eine junge Frau, ISHA, die schon einige Reiche und Mächtige erleichtert hat, um Armen zu helfen. Sie selbst wurde einst von Menschenschmugglern entführt. Und Katherine und ihrem High-Tech-Konzern geht es in Wahrheit um eine technische Vorrichtung, die Isha dabei hat, mit der man den ganzen internationalen Datenverkehr lahmlegen oder auch manipulieren könnte. Doch der einfache Auftrag wird kompliziert, da das ganze Flugzeug voller Kopfgeldjäger ist und die wollen alle die Prämie, die auf „Ghost“ ausgesetzt ist.
Wer mich kennt weiß, das solche Filme nun gar nicht mein Ding sind. Eine dusselige Aneinanderreihung von hanebüchenen Handlungssträngen und einem Helden, der gefühlt 5 mal tot sein müsste, aber immer noch relativ fit ist. Ich habe den Streifen nur geschaut, weil ich Josh Hartnett mag, dem die blonden Haare übrigens super stehen.
Nun stellt sich die Frage, wieso ich dann unten eine so hohe Bewertung gebe. Ganz einfach. Ich wusste was mich erwartet, nämlich einfach nur schwachsinnige, aber im Endeffekt hervorragende Unterhaltung und diese bietet der Film nun wirklich.
Hartnett ist eigentlich gegen den Strich besetzt (wie auch schon in TRAP) und hat sichtlich Spaß an seiner Rolle. Laut Internet hat er wohl für diesen Streifen auch Kampfsportunterricht genommen, damit das was er da abzieht auch glaubwürdig rüberkommt.
Der Hit ist dann, als die Kettensäge ins Spiel kommt und der Film der eigentlich eher eine Komödie, denn ein Thriller ist, dann noch in ziemlich heftiges Gemetzel abdriftet, das sich aber wirklich perfekt zum Rest ergänzt. Überhaupt ist der Blutzoll höher als in jedem Horrorfilm der letzten Jahre.
Zudem gibt es in dem Streifen echt keinerlei Leerlauf. Selbst der Start ist schon rasant und dann gibt’s 100 Minuten auf die Mütze, ergänzt mit einigen teilweise wirklich witzigen Onelinern, bei denen ich mehrfach lachen musste.
Fazit: Völlig albern und unrealistisch, aber mit extrem hohen Unterhaltungswert. Wer einfach mal nur entspannen will und nicht nachdenken, für den ist FIGHT OR FLIGHT (schon der Titel sagt alles) wirklich perfekt geeignet.
Erstaunlich, dass der Regisseur bis jetzt nichts anderes gedreht hat, denn sein Film wirkt extrem professionell. Ich habe mich glänzend unterhalten gefühlt. Wer Filme wie FREE FIRE mag, der wird auch hier Gefallen finden. Ich wollte erst 7 geben, aber entscheide mich dann doch für einen mehr, was bei solchen Filmen normalerweise nie vorkommt. Aber der hat einfach das gewisse Etwas...
7,7