Review

Buddy-Movie der anderen Art…13.02.2026

Der Rahmen

Läuft alles nicht so gut für Tommy Ward, der sich seit Jahren in London als Auftragskiller verdingt, aber kurzsichtig ist und wegen der damit verbundenen Eitelkeit keine Brille trägt. Da kann es schon mal passieren, daß man den Falschen umlegt…dumm nur, wenn dieser mit der russischen Mafia verwandt ist und Tommy dadurch zur Flucht nach Los Angeles gezwungen wird. Die Rückkehr nach England, um den eigenen Sohn zu treffen, gestaltet sich schwierig, doch es gibt eine Chance: Sein aktueller Auftraggeber kann die Reise ermöglichen, wenn Tommy dessen Sohn ( ein Rollenspielnerd ) zu einem jungen Mann macht und beide gemeinsam einen Auftrag erledigen. Typisches Setting für ein Buddy-Movie, natürlich gibt es bei dem Job Komplikationen, die Russen kriegen Tommys Aufenthaltsort mit, und so kommt es zum Showdown, bei dem noch eine dritte, schier unkaputtbare Partei mitmischt.

Gucken oder nicht?

Doch, gerade die erste Stunde ist sehr heiter
 
Warum?

Ich freue mich immer, wenn es bei altbekannten Drehbuchgenres mal ein kleines, innovatives Detail gibt. Dergleichen ist im aktuellen Hollywoodkino wirklich selten, verständlich, wenn die unfaßbar hohen Produktionskosten sicher wieder eingespielt werden müssen. Umso netter ein Film wie dieser – allein die Kurzsichtigkeit des von Josh Duhamel gespielten, an sich fast unverwundbaren Profis ist sehr heiter, und über den ganzen Film verteilt gibt es dazu kleine, lustige Momente. Doch eine Komödie ist das hier wahrlich nicht, es fließt ordentlich Blut, wenn es zu den gut inszenierten Schießereien geht, bei denen nicht mit Computerblut gearbeitet wird, sondern mit guten alten Blutpäckchen. ( oder die Täuschung ist perfekt…man weiß es nicht ). Leider verpaßt der Film den idealen Schluß, dieser geschieht etwa 15 bis 20 Minuten vor dem Ende, ich hatte schon Beifall geklatscht…doch dann hört der Streifen einfach nicht auf und verschwendet Punkte mit einem finalen Rollenspielevent. Schade, denn die Darsteller sind prima, die Dialoge ebenfalls, es gibt genug ungewöhnliche Momente, all das hätte fast für die volle Punktzahl gereicht…“ein echter Mann löst das Problem alleine“…

Die Note

Abseits des Radars wartet diese kleine Perle auf den Zuseher, man hat an dem guten Zusammenspiel der Hauptprotagonisten sein Vergnügen, Dialoge fein, Action wohldosiert und gut, doch leider verzettelt sich der Film und macht den unverzeihlichen Fehler des „Toten, der nicht totzukriegen ist“. Schade, aber der ganze Rest ist mehr als gute Unterhaltung, daher 8/10.

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