Dito Montiel machte bisher eher mit Kriminal- und anderen Dramen auf sich aufmerksam. Seine Filme bisher waren stets nicht schlecht, aber auch nicht übermässig gut. Genauso ist es dann auch hier. Trotz beachtlichem Staraufgebot gelingt Montiel zwar ein relativ unterhaltsamer, aber nicht völlig zündender Film. Das liegt aber an erster Linie an der Story, die nicht besonders viel hergibt und sich nicht entscheiden kann, ob sie Drama, Thriller oder Komödie sein will. Diesen schwierigen Spagat, diese Genres glücklich zu vereinen, gelingt leider nur bedingt. Richtig komisch ist der Film eigentlich nie, die meisten Schmunzler hat natürlich Bill Murray. Seine Interpretation eines Gangsterbosses auf Rachefeldzug ist wirklich gelungen. Der Rest des Casts spielt souverän, aber auch nicht übermässig überzeugend. Julius Sampson fällt dagegen sehr postiv auf, kannte ich bisher gar nicht.
Die handwerkliche Umsetzung ist gut, der Kamerastil ist sauber. Bei den Dialogen dominieren Fäkalwitze, das Wort "Schei..." und immer wieder unpassende sexistische Anspielungen. Im prüden Amiland mag das lustig sein, hierzulande ists eher peinlich. Stellenweise bekommt man den Eindruck, als wären einige Dialoge improvisiert. In diesen Momenten ist auch die Kamera verwackelt und das Familienzusammentreffen wirkt so ein wenig authentischer.
Zum Ende des Films wird aus der lauen Komödie dann ein milder Thriller, natürlich mit bleihaltigem Schowdown, der aber zum Glück nicht so übertrieben daherkommt, wie in solchen Filmen üblich.
Wie bewerte ich diesen Film? Wie schon gesagt, nicht schlecht gemacht und auch zuweilen recht unterhaltsam. Gute 6 Sterne hat man sich da sicher verdient, für ne 7 mangelt es aber an Biss oder einer besseren Geschichte.