Kurz nachdem Rosemary Woodhouse 1965 in ein New Yorker Apartment zieht, wird nebenan eines frei – die Mieterin, eine junge Frau, hat sich aus dem Fenster gestürzt. APARTMENT 7A erzählt ihre Geschichte.
Da den Filmstudios auf ihrer krampfhaften Suche nach wirtschaftlich verwertbarer „intellectual property“ kein filmhistorischer Meilenstein heilig scheint, erübrigt sich die Frage, ob es ein Prequel zu ROSEMARY‘S BABY gebraucht hat – siehe hierzu auch THE FIRST OMEN. Immerhin hat Polanskis Klassiker auch schon ein trashiges TV-Sequel (LOOK WHAT HAPPENED TO ROSEMARY‘S BABY, 1976) und eine öde TV-Miniserie (2014) unbeschadet überstanden. Auch dieser Film kann dem Original nichts anhaben.
Wie erwartet, bietet er solide darstellerische Leistungen (Julia Garner ist wie immer sehenswert), eine schöne Ausstattung und eine authentische 60er-Atmosphäre, jedoch wenig Neues oder Eigenes. Obwohl: Die Vergewaltigung durch den Leibhaftigen als Bossa-Nummer mit Busby Berkley-Anleihen zu inszenieren, ist zumindest mal gewagt.
Auch der Rest des Films ist nicht gerade subtil, überdeutlich werden uns die Geschehnisse erklärt („If this child is born, then God have mercy on us all!“), Teufelsvisionen und Jumpscares ersetzen echten Grusel und Spannung, aber wie spannend kann ein Film auch sein, der im Grunde nur für Zuschauer gemacht ist, die wissen, worauf er hinausläuft?
Darauf ein dreifaches „Hail, Satan!“.