Review

iHaveCNit: Better Man – Die Robbie Williams Story (2025) – Michael Gracey - Tobis

Deutscher Kinostart: 02.01.2025

gesehen am 20.01.2025

Kinopolis MTZ – Kino 5 – Reihe 13, Platz 13 – 19:50 Uhr

Der junge Robert Williams lebt mit seinen Eltern und der Oma im kleinen nordenglischen Stoke On Trent. Der schmächtige, von seinem Umfeld geschmähte Robert verbringt seine Zeit am liebsten damit, gemeinsam mit seinem Vater großen Musikstars wie Frank Sinatra nachzueifern, bis sein Vater die Familie verlässt. Inmitten des nie überwundenen Schmerzes bekommt er irgendwann die Chance als Teil der Boyband Take That seinen Traum als Musikstar verwirklichen zu können, wären da nicht die Folgen des schnellen Ruhms, seine rebellische Natur und kreative Differenzen mit der Band, die ihn am Ende auf seine Solo-Karriere führen sollen, deren Folgen er aufgrund seines Schmerzes noch nicht erahnen kann.

Inmitten der gesamten Musiker-Biopics, die in den letzten Jahren den Weg in die Kinos gefunden haben, ist es immer schwerer, sich aus der Masse hervorzuheben und Alleinstellungsmerkmale zu finden, da sich thematisch die Leben großer Musikstars mit den Träumen, den Traumata und den Folgen des Ruhmes auf das Privatleben, die persönliche Gesundheit und auch die Karriere selbst in gewisser Art und Weise ähnlich sind und da jedes Biopic mehr nicht wirklich viel Neues zu erzählen weiß – mal abseits davon, über das Leben eines Musikstars zu erzählen. Und da lässt sich feststellen, dass das Leben und die Karriere von Robbie Williams eben ähnliche Themen behandelt wie bei vielen anderen Musikstars es auch der Fall ist. Doch „Better Man“ bedient sich an einem ganz interessanten und gewagten Kunstgriff – dem wenig subtilen Experiment das persönliche Selbstbild von Robbie Williams als Affe dann auch 1:1 im Film einzubinden. So hat man per Motion Capture einfach einen menschlichen Affen anstatt eines gewöhnlichen Schauspielers für die Verkörperung von Robbie Williams genommen. Gemeinsam mit durchaus gut eingebundenen Klassikern von Robbie Williams und dem Abhaken der familiären Stationen, der Zeit bei Take That, der Beziehung zu Nicole Appleton, der „Feindschaft“ zu Oasis, dem Konzert in Knebworth bis hin zum Entzug und seiner Swing-Phase aus seiner Perspektive durchaus ein emotional mitreißendes, intimes Porträt geschaffen, dass für mich dann doch unterhaltsam aber dennoch ein wenig zu versöhnlich und konsequenzfrei geblieben ist.

„Better Man – Die Robbie Williams Story“ - My First Look – 7/10 Punkte




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