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Mit nur 15 Jahren wird der junge Robbie Williams ein Teil von Take That und katapultiert sich aus einfachsten Verhältnissen direkt in den Pop-Olymp. Doch seine einzigartige Weltkarriere wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt zwischen Erfolg, Selbstzweifeln, persönlichen Krisen und dem Kampf gegen die Drogensucht. Auf seinem kommerziellen Höhepunkt und kurz vor dem endgültigen Absturz steht Robbie vor der Entscheidung, ob er sich selbst zerstören oder sich seinen Dämonen stellen will …

Tja ich wurde mehr oder minder dazu genötigt diesen Film zu schauen (Insider wissen Bescheid :o)). Das Problem ist, dass die Biopics von Musikern ja grundsätzlich immer ähnlich ablaufen und alle haben natürlich in ihrer Kindheit nur schlechtes erlebt und werden dann irgendwann zu Stars.

Nur ist eben hier auch ziemlich viel von der Musik von Herrn Williams zu hören, die mir etwa so nahe ist, wie Angela Merkel Favoritin für die nächste Miss Germany Wahl. Ich kann mich nur an einen guten Song erinnern und das war LOUISE und der war eine Coverversion von Human League, einer meiner Lieblingsbands.

Herr Williams sieht sich selbst als Affe und wird dann eben auch als ein solcher den ganzen Film lang dargestellt. Dieser Einfall trägt sicherlich eine gewisse Zeit, aber irgendwann hat sich der Effekt dann auch erledigt.

Also verfolgen wir nun den Affen bei seinem Aufstieg bei TAKE THAT, seinen späteren Drogenproblemen und auch dem Erfolg, den er dann als Solokünstler hat. Das ist alles schon deshalb vorhersehbar, weil man, selbst wenn man kein Fan von Herrn Williams ist, alles schon mal irgendwo aufgeschnappt hat.

In Original spricht immerhin Herr W persönlich die Stimme aus dem Off selbst, sonst sieht man ihn in dem Film nicht, was aber auch nicht wirklich fehlt.

So folgt das Biopic gewohnten Pfaden eben des Biopic, mit traurigen und freudigen Momenten, mit guten und und schlechten Zeiten – alles, das muss man dann schon zugeben, wirklich sehr gut ausgestattet und inszeniert.

Die interessante Phase ist eigentlich die Geschichte um Take That, deren Musik ich noch grauenhafter finde, als die von Williams.... aber hier wird schön herausgearbeitet, dass Barlow der eigentliche Songschreiber war und Williams eigentlich zunächst nur als Tänzer vorgesehen war und dann später daran fast zerbrach, weil man ihn als Künstler nicht ernst nahm. Mir stellt sich aber die Frage, ob der gute Gary wirklich so ein Ar....loch war wie er hier dargestellt wird.

Insgesamt ist A BETTER MAN trotzdem unterhaltsam geworden und ein paar nette Ideen (kann ich nicht verraten wegen Spoilerproblemen) peppen den Film an manchen Stellen doch recht gut auf. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man einen gewissen Hang zu der Musik des dargestellten Künstlers haben muss – und die ist bei mir absolut nicht vorhanden.









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