iHaveCNit: Konklave (2024) – Edward Berger – Leonine
Deutscher Kinostart: 21.11.2024
gesehen am 27.11.2024
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 7 – Reihe 13, Platz 18 – 17:40 Uhr
Nach dem Oscar-Erfolg für „Im Westen Nichts Neues“ steht aktuell mit der Romanverfilmung von Robert Harris Roman „Konklave“ ein neuer Film von Edward Berger im Programm der Kinos und auch in meiner Kinoplanung. Gerade die bereits über den Trailer bekannten Bilder und Fetzen des Films haben mein Interesse wecken können und so war das Interesse nach der Sichtung auch berechtigt.
Kardinal Lawrence wird in den Vatikan gerufen. Der Papst ist verstorben, so dass die Kardinale aus aller Welt in die Vatikanstadt gerufen werden. Kardinal Lawrence ist mit der Leitung des anstehenden Konklaves beauftragt und so muss er inmitten einer eigenen von Zweifeln geprägte Glaubenskrise die Geschicke des Konklaves lenken und einen Überblick inmitten des Konkurrenz- und Wahlkampfs bewahren.
„Konklave“ ist ein interessanter, spannender, unterhaltsamer und mit den Erwartungen spielender Thriller geworden, bei dem Edward Berger bei seiner Inszenierung sehr schöne Bilder findet, die auch etwas Konterkarierendes in feinen Details zu bieten haben. Klar gibt sich Berger in seiner Inszenierung ein wenig dem katholischen, religiösen Pathos hin, sorgt aber mit eben banalen und profanen Details für ein passendes Gegengewicht, die den Film auch ein wenig zu erden scheint.
Mit der Optik und dem Score von Volker Bertelmann finde ich den Film audiovisuell ein starkes Stück Kino. Das gleiche gilt auch für das Ensemble mit unter anderem Stanley Tucci, John Lithgow und Isabella Rossellini, bei dem jedoch vor allem Ralph Fiennes mit einer unfassbar vielschichtigen Rolle einfach ein Erlebnis für sich ist. Interessant fand ich auch, wie der Verlauf des Wahlkampfs inmitten des Konklaves konstruiert gewesen ist und wie die gesamte Konklussion eben die Erwartungen unterläuft.
„Konklave“ - My First Look – 8/10 Punkte