Als Eddie in einen luxuriösen Geländewagen einbricht, ahnt er nicht, dass er in eine Falle gerät. Der Besitzer, William, hat das Fahrzeug manipuliert, um auf seine eigene grausame Weise Gerechtigkeit zu üben. Gefangen in dem Auto, kämpft Eddie ums Überleben, während William ihn mit Elektroschocks durch den Sitz quält, ihn durch die Klimaanlage auskühlt und ihn zwingen lässt, mitanzusehen, wie das ferngesteuerte Fahrzeug Unschuldige in Gefahr bringt – und das ist erst der Anfang.
Und das ist auch schon das Ende der Zusammenfassung, denn viel mehr passiert in diesem Streifen nicht. Reicht das für einen abendfüllenden Spielfilm ist hier die Frage?
Insgesamt kann man das schon bejahen, denn LOCKED ist sehr unterhaltsam, wenn auch gegen Ende immer unlogischer, wobei man das bei so einem Film mit dieser Handlung sicher auch in Kauf nehmen muss.
Die Highlights für mich sind allerdings die Ausführungen von William, die (ich habe mal hin und hergeswitcht) auch recht gut übersetzt wurden. Hopkins hat sichtlich Spaß daran, hier den fiesen Spinner zu geben, der, da er eh bald ins Gras beißt, nichts mehr zu verlieren hat und noch ein bisschen Spaß auf dieser Erde haben will.
Auch wenn ich für den Gegenpart sicher andere Leute im Kopf gehabt hätte als Skarsgard, spielt er die Opferrolle durchaus okay, wenn man ihm auch seinen ganzen Style und seine Attitüde nicht wirklich abnimmt. Dazu verbindet man ihn einfach mit einem anderen Aussehen – auch wenn man ihn privat sieht.
Glücklicherweise hat der Streifen genau die richtige Laufzeit, denn noch länger wäre das ganze, eben auch aufgrund der einen Location, dann doch etwas langweilig geworden und die Wende mit dem Auftritt von Hopkins, kommt ebenfalls zum richtigen Zeitpunkt.
Sam Raimi war auch an der Produktion beteiligt, was natürlich dick und fett auf dem Cover steht, damit die Leute auch ja glauben, er hat den Streifen auch gedreht. Das wiederum war aber ein gewisser Herr Yaroveski, der bereits mit dem wirklich gelungenen BRIGHTBURN positiv auf sich aufmerksam machte und hier mal richtig viel Budget in die Hand bekam.
Fazit: Launiger, wenn auch an manchen Stellen (und das ist nett formuliert), weit hergeholter Streifen. der aber im Rahmen der begrenzen örtlichen Möglichkeiten sehr viel herausholt und wirklich gute Unterhaltung bietet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
6,3