Review

kurz angerissen

Direkter, ehrlicher als so vieles, was sonst in animierter Form erscheint. Fast so, als lese man das Tagebuch einer einzelnen, echten Person, die ihr Herz ausschüttet und keinerlei Milde sich selbst gegenüber walten lässt. Zugleich verkauft „Memoiren einer Schnecke“ seine unergründliche Traurigkeit aber als Design: Mit wackligen Schriftzügen, die Unsicherheit verraten, oder Augenhöhlen, mit denen ganze Burggräben aus Tränenwasser gefüllt werden könnten. Andere Emotionen als diese haben unter dem trüben Gewitterhimmel keine Chance, sich durchzusetzen, was die als Rückblende aufgerollte Geschichte äußerst monoton wirken lässt. Ich verstehe die Begeisterungsstürme; teilen kann ich sie nicht.

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