Wes Anderson meets Abbas Kiarostami
„Universal Language“ verschmilzt verspielt-arthousig Iran und Kanada, Winnipeg und Teheran, Eiseskälte und Herzenswärme, wenn mehrere kleine Schicksale auf unerwartete Weise überlappen, kollidieren und sich beeinflussen…
Quirligkeit & Melancholie
Eher an Lyrik, Träume und Gedichte erinnert „Universal Language“, mit dem Regisseur Matthew Rankin seine ganz eigene Film- und Stilsprache gefunden hat. Trotz aller sich aufdrängenden Vergleiche. Speziell, anders, weird. Wie hier Erzählebenen und Orte, Gefühle und Erinnerungen, Sprache und Absurdes ineinander verlaufen, das bekommen nur die wenigsten Filme hin. Das ist großartig! Natürlich ist das erzählerisch vage und allgemein eher anspruchsvolles (Kunst-)Kino. Aber mit einem derart liebevollen Augenzwinkern und einer Verspieltheit, die Ihresgleichen sucht. Nicht nur im Arthousebereich. Von Truthähnen und Fremdenführern, von Sprachbarrieren und Brillengestellen, vom 100-Rial-Schein bis Heimweh. „Universal Language“ ist nicht für jeden. Aber für ein paar Leute sicher ein kleines Juwel. Und ich zähle mich dazu!
Fazit: Das versteht (nicht) jeder… „Universal Language“ ist köstlich - wenn man denn Zugang zu ihm findet!