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Andrea hat Angst! Sie wird von etwas verfolgt, doch niemand, nicht einmal sie selbst, kann es mit bloßem Auge sehen. Vor zwanzig Jahren, zehntausend Kilometer entfernt, musste Marie ebenfalls diesen Terror durchleben. Und auch Camila blieb nicht verschont. Sie war die Einzige, die verstand, was mit ihr geschieht, doch niemand glaubte ihr. Die drei jungen Frauen scheinen durch nichts miteinander verbunden zu sein, und doch werden sie aus unerklärlichen Gründen von derselben unbekannten, bösen Macht heimgesucht…

Filme aus Argentinien sieht man bei uns eher selten, auch wenn es sich hier um eine Kooperation mit Spanien und Frankreich handelt. Daher fehlen die Vergleichswerte ein bisschen. Sollten deren Horrorfilme aber immer so sein wie THE WAILING (Vorsicht nicht verwechseln mit dem asiatischen Film!) so darf es gerne mehr davon sein.

Besonders hervor stich hierbei der wirklich gelungene Score, der zwar gar nicht so aufdringlich ist, aber im Hintergrund immer herumwabert. Gerade wenn die Frauenstimmen (natürlich durch den Synthie erzeugt) einsetzen, weiß man, dass hier gleich etwas passieren wird.

Die Darstellerinnen sind mir alle nicht bekannt, leisten aber durchweg gute Arbeit. Was etwas ungewohnt ist - zumindest für mich, dass man, wenn man sich dann als Zuschauer so langsam mit der Hauptfigur identifiziert hat, diese auch schon wieder wechselt, da eben alles auf verschiedenen Zeitebenen spielt.

Das Regiedebüt von Pedro Martín-Calero erweist sich als äußerst atmosphärischer und teilweise wirklich intensiver Horrorfilm, der deutlich mehr auf Atmosphäre denn auf Blut setzt: 

Auch wenn der Streifen vielleicht einen Tick zu lang gerät, bleibt man als Zuschauer dran und wird auch gefordert, denn durch die Zeitsprünge ist es nicht immer leicht dem Geschehen zu folgen.

Theoretisch könnte man sogar noch eine Fortsetzung ausgestalten, ob diese dann an das Original herankommt, ist jedoch abzuwarten.

Ein Streifen, den man sich durchaus mehrfach ansehen kann, denn wirklich alles habe ich dann auch nicht verstanden und die Parabel kann man auch verschieden interpretieren. Menschen die zum Beispiel IT FOLLOWS mochten, könnten auch hier die Zielgruppe sein.

Vielleicht ein kleiner Geheimtipp.


7,2 punkte








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