Mangaverfilmung über eine junge Kriegerin auf ihrem Feldzug gegen Kriegstreiber.
Story:
Irgendwann im alten Japan - auf einem Schlachtfeld verspricht ein Samurai seinem Herrn, dass es in Zukunft nicht mehr zu solchen Kriegen kommen werde. In der Folgezeit bildet er daher 10 junge Kämpfer aus, darunter auch das Waisenkind Azumi (Aya Ueto). Nach etlichen Jahren ist es dann soweit und die besten 5 sollen dem Meister auf seiner Mission begleiten. Was einfach einfängt, entwickelt sich zusehends zu einer zermürbenden Kampforgie, da die Freinde immer mehr und stärker werden. Azumi kann nun zeigen, was sie gelernt hat...
Da es sich hier um eine Mangaverfilmung handelt, dürfte klar sein, dass die Protagonisten mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet sind. So darf Titelheldin Azumi also schon mal viele Meter (dank Wirework) durch und/oder in die Luft springen und scheint generell zur unbesiegbaren Sorte der Superheldinnen gehören, der niemand etwas anhaben kann. Mit diesem Wissen im Hinterkopf kann man auch über so manche Logikfehler hinwegschauen und Azumi bei ihrer blutigen Schnitzeljagd beiwohnen.
Und blutig geht's in der Tat zu. Zwar nicht ganz so übertrieben wie bei "Izo", aber schon recht deftig, so dass das Siegel "Keine Jugendfreigabe" durchaus gerechtfertigt ist. Die Kämpfe mit den diversen Schwertern sind gut choreographiert und nett anzusehen, dabei aber nie so hektisch und unübersichtlich wie in vergleichbaren amerikanischen Filmen geschnitten. Zumal auch der rote Lebenssaft in anständigen Mengen fließt, vor allem zum Ende hin.
Zwischendurch gibt's natürlich die obligatorischen Füllszenen, die aber erstens nicht allzu schnulzig ausgefallen sind (immer noch erträglich) und zweitens auch nie so lang sind, dass sie das Tempo erheblich beeinträchtigen würden. Sobald es langweilig werden könnte, treffen Azumi und ihre Kollegen auch schon wieder auf die nächste Gruppe Feinde, die dann flugs dahingemetzelt wird.
Kritikpunkte sind neben den teils unnötigen Füllern vor allem Logikfehler. Warum lässt der Ausbilder beispielsweise 5 seiner Schüler umbringen, um nur die besten mitzunehmen? Mit 10 wäre es doch zweifelsfrei einfacher gewesen. Oder wie kann Azumi am Ende des Films plötzlich auf dem Schiff auftauchen, nur um dann Sekunden später wieder am Ort des großen Gemetzels zu sein? Vielleicht würden diese Fragen in der japanischen Originalversion geklärt werden. Wenn dem so wäre, dann hätte man in der intern. Version allerdings eher auf einige Dialogszenen verzichten sollen. Ein wenig störend ist auch der Soundtrack. Während manchmal durchaus angenehme E-Gitarren-Klänge zu hören sind, werden viele Kampfszenen mit Kitschmusik unterlegt. Sorry, aber das passt einfach nicht zusammen. Zumal es ja auf keinen wahren Begebenheiten basiert. Da hätte man durchaus die Klampfen sprechen lassen können. Schade desweiteren auch, dass man es immer noch nicht versteht, dass Bierernste Geschehen mal mit ein paar lässigen Onelinern aufzulockern, statt irgendwelche abgedroschenen, pathosgeschwängerte Floskeln rauszuposaunen. Zumindest in dieser Beziehung hinken asiatische Filme westlichen immer noch hinterher. Ach ja, in Zukunft wäre es vielleicht nett, wenn man noch die japanische Originalversion mit auf die DVD's packen könnte. Die kommen in der Regel doch besser als die hier nicht mal üble Synchro.
Fazit: Ein im Großen und Ganzen ordentlich präsentierter Japan-Slasher mit einigen Füllszenen und kleineren Makeln. Die Kämpfe machen aber so einiges wett und hieven den Film auf ein gutes Niveau.
7 von 10 Punkten