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Dass man mit der ursprünglichen Version von Clive Barkers „Hellraiser“ nicht mehr viel am Hut hat, merkte man schon in vorigen Teilen der Filmreihe. Aber so daneben wie in diesem siebten Aufguss, der irgendwas mit einer Unsterblichkeitssekte in Osteuropa zu tun hat – das hat dann doch eine neue Qualität.
Wie auch der suboptimale Vorgänger von Rick Bota inszeniert, verfügt „Deader“ weder über eine interessante Geschichte, noch über ebensolche Figuren. Die Story bleibt über die gesamte Laufzeit uninteressant, kommt nicht vom Fleck und ist als Bestandteil des „Hellraiser“-Universums nicht zu erkennen. Eine Aneinanderreihung von halbgaren Ideen, die irgendwie zu einer Erzählung verbunden wurden, die weder spannend konstruiert ist, noch so recht Sinn ergibt. Man merkt, dass das Skript ursprünglich nichts mit Pinhead & Co. zu tun hatte.

Dessen Auftritte, fast schon aus Versehen von Cenobiten flankiert, wirken wie ein Fremdkörper. Und mehr, als ein paar prophetische Sätze vor sich hin salbadern darf er auch kaum. Sein finaler Auftritt ist eine reine Alibiveranstaltung, verunstaltet durch miese Effekte aus dem Rechner. Der Rest vom Cast reißt da auch nichts, das gilt auch für die dauerquarzende Hauptfigur, der man allzu ungelenk noch ein Trauma auferlegt hat, um dies immer wieder zu präsentieren. Das Ganze geht keine neunzig Minuten, zieht sich mitunter trotzdem wie Kaugummi.

Alles wirkt günstig zusammengetackert, war es wohl auch. Da hat man passenderweise in Rumänien gedreht, wo sich alle wie selbstverständlich auf Englisch anquatschen. Lief wohl so gut, dass man den Folgeteil auch gleich dort abdrehte. Da kommt doch Freude auf.
Die Moral von der Geschicht? Vielleicht, dass U-Bahn fahren die Hölle ist. Vielleicht auch nicht. Letztlich einfach belanglos.

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