iHaveCNit: The Assessment (2025) – Fleur Fortuné – Capelight Pictures
Deutscher Kinostart: 03.04.2025
gesehen am 26.04.2025 in OmU
Arthouse-Kinos Frankfurt – Kleine Harmonie – Reihe 4, Platz 1 – 20:30 Uhr
Mia und Aaryan haben als Paar eigentlich alles, was sie sich wünschen. Ein gemeinsames Haus, sie arbeitet als Botanikerin und er als virtueller Programmierer und Designer. Dennoch leben sie in einer Gesellschaft, in der nur wenige Pärchen die Möglichkeit bekommen, Eltern zu werden. Denn dafür müssen sie ein einwöchiges Prüfungsverfahren durchlaufen, für dass die Prüferin Virginia für eine Woche alle Aspekte des Elternseins und der Beziehung bei Mia und Aaryan überprüfen wird. Noch ahnen beide nicht, vor welche folgenreichen Herausforderungen sie diese Woche stellen wird.
„The Assessment“ von Regisseurin Fleur Fortuné ist ein sehr interessanter, experimenteller Sci-Fi-Thriller geworden mit einem interessanten, durchaus ästethischen Look und einer interessanten Idee. Dabei wirkt der Film auch wie eine Art Kammerspiel, denn der Film spielt sich vorwiegend im Haus von Mia und Aaryan sowie dem umliegenden Raum mit den Wüsten, Klippen und Küsten ab. Im Fokus steht hier vor allem das Trio, dass von Elizabeth Olsen, Himesh Patel und Alicia Vikander gespielt wird und bei dem vor allem die Darstellung von Alicia Vikander als Prüferin und die Methoden ihres Prüfungsverfahrens sehr extrem gewesen ist. Insgesamt wirft der Film uns auch in seiner Versuchsanordnung des Verfahrens in viele spannende aber auch vollkommen absurde Situationen für die Prüfung des Alltags und der Beziehungsdynamiken, bei denen man sich vor allem bei Vikanders Darstellung die Frage stellen kann ob sich Kinder tatsächlich so verhalten oder ob das komplett überzeichnet ins Extreme ist. Sehr offen diskussionswürdig spielt der Film mit der Thematik des Elternseins und Elternwerdens und auch dem Einfluss von Klimaveränderungen, knappen Ressourcen und Überbevölkerung.
„The Assessment“ - My First Look – 8/10 Punkte