Das Warten hat ein Ende ! Nach fast 40 Jahren soll es ein Remake des Kult-Slashers " The Mutilator " geben . Kein Wunder , dass die Filmwelt nur darauf gewartet hat und den Atem anhält - s***** auf das MCU ! Selbst einige Schauspieler des Originals reisen an - Ruth Martinez , Bill Hitchcock ( beide als sie selbst ) und Jack Chatham ( gespielt von Terry Kiser ) , der einst den wahnsinnigen Mörder mimte , wollen die große Show nicht verpassen . Doch als der Regisseur ermordet wird , geraten die Aufnahmen ins Stocken . Bei der Filmabschlussparty will sich Polizist Columbo ( keine Witze über den Namen , die kennt er alle schon ) unauffällig mit den Verdächtigen unterhalten , aber stattdessen gerät die Party zu einem Massaker ...
Reboots , Remakes , Fortsetzungen nach 50 Jahren .
" Was Hollywood ( nicht ) kann , das kann ich schon lange ( nicht ) ! " .
Das denken sich offenbar immer mehr Regisseure und Produzenten kleinerer Horrorfilme und bringen - Ewigkeiten nach dem ersten Teil - ihre eigenen Fortsetzungen heraus . Ob auf " Sorority Babes in the Slimeball Bowl-O-Rama 2 " , " Hobgoblins 2 " , " Slaughterhouse 2 " oder eben " The Mutilator 2 " wirklich jemand gewartet hat , lässt sich allerdings kaum sagen .
Ich habe den ersten Teil als eher mittelprächtigen und verwirrenden Standardslasher mit einigen deftigen Effekten in Erinnerung .
Bemerkenswert erschien mir da bei der Fortsetzung allerhöchstens die Besetzung von Terry Kiser , der den meisten aus " Freitag der 13. - Teil 7 " oder auch als Bernie in " Immer Ärger mit Bernie " bekannt sein dürfte , als Jack Chatham und die Teilnahme von drei Darstellern des Originals . Neben Ruth Martinez und Bill Hitchcock sitzt hier nämlich auch der echte Jack Chatham - inzwischen stolze 97 Jahre jung - wohl mal irgendwo auf einem Stuhl herum , wobei ich in dem Moment wohl gerade nicht hingesehen habe und zurückzuspringen war mir dann auch zu blöde , da ich froh um jede vergangene Sekunde war . Denn der Film zieht sich eigentlich von der ersten bis zur letzten Minute und schon am Anfang wusste ich , dass ich bei jedem Film , der eben KEINE Fortsetzung eines 40 Jahre alten Slasher " Semiklassikers " wäre , wohl gleich abgeschaltet hätte .
Nach Spannung muss man dann auch nicht lange suchen , denn man wird keine finden ! Und dies , obwohl der Killer hier zur Abwechslung nicht vorher bekannt ist , wie im ersten Teil , sondern die Identität geheim bleibt .
Statt echter Horror ist " Mutilator 2 " nämlich ausgerechnet ein selbstironischer Metafilm geworden , der ständig versucht sich über sich selbst lustig zu machen und ( so scheint es mir ) einen größeren Kult um den ersten Teil aufzubauen , als dieser je gehabt hat . Doch guter Humor ist schwerer zu machen als guter Horror und damit hatte Cooper ja auch schon Probleme , was dazu führt , dass einem hier das Lachen im Halse stecken bleibt . Es sei denn , man fände einen Mann , dem die halbe Laufzeit des Films über ein Plastikkopf in seinem Schritt klebt , besonders witzig . Und wer das Original schon schlecht gespielt und billig fand , der wird sich hier kaum beruhigen können , denn " Mutilator 2 " hat die Atmosphäre eines Privatvideos von einer Familienfeier , bei der jeder mal zwei Minuten lang so tun kann , als wäre er ein Star .
Dafür macht der Film am Schluss seinem Titel " Mutilator " ( also Verstümmler ) wieder alle Ehre und es dürfte die Gorefraktion zufriedenstellen , wenn in die Rücken von Lebenden Buchstaben geschnitzt werden , der Kopf einer Erhängten beim Sturz vom Seil abgerissen wird , eine Person mit Seepocken die an einem Baumstamm wachsen die Haut abgeschabt bekommt und ein Kiefer mit einem großen Haken zerfetzt wird . Dazu noch vieles mehr . Alles Handarbeit , aber schlecht über den Film verteilt und schon eher billig gemacht aussehend , während die Waffen ( Axt und Mistgabel ) wie selbst gebastelt erscheinen . Als wäre es zu teuer gewesen irgendwo eine alte Mistgabel zu kaufen und ein paar der Stacheln zu kürzen , damit sich der Schauspieler nicht ernsthaft verletzt !
Passend zu dem enttäuschenden Film präsentiert man uns dann noch ein so abruptes wie lapidares Ende , bei dem die Bezeichnung Antihöhepunkt schon fast geschmeichelt wäre und , das sich so anfühlt , als würde ich dieses Review mitten im Satz be