Review

Auch wieder mal so ein neuer Film, der nicht wirklich schlecht war, aber doch auch etwas enttäuscht hat. Für ein B-Movie ist der Film recht spannend und ohne größere Ansprüche kann man ihn auch getrost schauen. Enttäuscht sind diejenigen, die aus der Besetzung und dem Regisseur mehr erwartet hatten. Da ist zum einen Joel Kinnaman, den ich gerne sehe und der seine letzte Rolle aus "Silent Night" variiert. Vom Stummen zum Tauben. Obwohl Kinnaman eine unglaubliche Präsenz besitzt, reicht doch sein Schauspiel-Talent nicht aus, um diese Rolle gut zu spielen. Das ständige Gegrunze seines Synchronsprechers macht es da auch nicht besser. Mark Strong gibt nur den Stichwortgeber und seine Rolle im Film sollte jedem klar sein. Der Regisseur hatte sich zu Beginn seiner Karriere einen Namen gemacht, sein weiterer Werdegang führte zu keinen Kinoeinsätzen mehr. Auch da hatte ich mir mehr erhofft, war doch sein Netflix-Ausflug "Fractured" ein echter Geheimtipp. Eine Entdeckung ist übrigens die gehörlose Sandra Mae Frank, die als einzige ihren Job wirklich gut macht.
Ein weiteres Problem des Thrillers ist die beengte Location, in der fast der gesamte Film spielt. Viele Kameraeinstellungen sind nicht so ganz geglückt, der Score, der für einen Film mit wenig Handlung entscheidend ist, ist leider auch nicht mehr als passabel.
Gut und hochinteressant ist das Sound-Design, aus dem man aber auch mehr hätte rausholen können. Wobei der ständige Wechsel zwischen Ton und lautlosen Passagen eigentlich nicht schlecht ist, auf jeden Fall ungewöhnlich und etwas, was den Film dann wieder interessant macht.
Fazit: Ein interessanter und ungewöhnlicher Thriller mit einigen inszenatorischen und darstellerischen Schwächen. Daher dann nur oberes Mittelmaß!

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