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Sollte jemand mit dem Bergriff "Leinwandpräsenz" nichts anfangen können, sei ihm THE BROWN BUNNY von Vincent Gallo empfohlen.

Ohne viele Dialoge, eine fesselnde Geschichte oder technischen Firlefanz bekommen wir hier eine Vincent Gallo One-Man-Show geboten, die funktioniert. Ein Road-Movie in der Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller eine Person sind.
Erzählt wird die Story eines desillusionierten Motorradrennfahrers, der über den Verlust seiner ehemaligen Freundin nicht hinwegkommt. Auf seiner Fahrt zur nächsten Rennstrecke, die er in einem Van (Maschine im Fond) absolviert, hat er Kontakt mit Menschen aus seiner Vergangenheit, sowie diversen Frauen. Jedoch ist niemand in der Lage seine Hoffnungslosigkeit und geistige Leere zu durchbrechen.
Auch wenn über 90 Minuten (primär betrachtet) nicht viel passiert, gelingt es Gallo eine atmosphärische Stimmung zu erzeugen und Emotionen beim Zuschauer zu wecken. Selbstverständlich muß ich noch auf die skandalträchtige Szene zu sprechen kommen, in der Vincent Gallo von Chloë Sevigny oral befriedigt wird. Grundsätzlich bin ich offen gegenüber jeglichen Sexszenen, in diesem FIlm stellt sich mir jedoch die Frage der Notwendigkeit. Durch den Blowjob gewinnt der Film nicht unbedingt an Wert. Inhaltlich berreichernd ist die Nummer auch nicht. ???
Wie dem auch immer sei, für denjenigen, der Gefallen an ruhigen Einstellungen und Sequenzen findet ist das Gesamtwerk durchaus sehenswert.

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