Wo befinde ich mich? Venom 1 glaube gesehen, Venom 2 glaube nicht. So viel zur Gewichtung und Nachhaltigkeit dieses Franchise. Zwanglos und entspannt also, nicht unbedingt ein schlechter Ausgangpunkt für einen unbedarften Filmevent. Die Figur Venom kommt aus der zweiten Reihe und ist eher ein amüsanter Sidekick, ein spaßiger Trip zur dunklen Seite der eher strahlenden Marvel-Helden-Welt. In den Graphic Novels ist das wirklich unterhaltsam, auf der Leinwand auch, aber mit diversen Mängeln in der Umsetzung. Aus Gründen der Nichtumsetzbarkeit? Das CGI ist an sich gar nicht schlecht, aber diese hässlich künstliche Greenscreen-Welt mit Schauspielern, die nicht wirklich wissen was sie gerade tun, ist teilweise wirklich schwer ertragen. Genannte Nichtumsetzbarkeit muss noch von Nicht-Gewillt-Sein abgegrenzt werden, über allem steht schließlich die Gewinnmaximierung, das heißt so viel Publikum wie möglich, Groß und Klein. Venom ist zwar anarchisch, bleibt in Sachen Gewaltlevel auf der Bremse. In dem Teil scheinbar besonders, die Abschluss-Film-Melancholie liegt in der Luft. Tom Hardy soll die Figur wirklich am Herzen liegen, dies merkt man aber nur bedingt. Was ihm noch alles am Herzen liegt, kann nur spekuliert werden, er sieht mittlerweile wirklich fertig aus. Wie auch immer, trotz allem Schimpfen aus sämtlichen Richtungen, Eddie und Venom kann man irgendwie nicht böse sein.